Bayernweite Fachtagung am 12. Oktober 2011 in Erlangen
Häusliche Gewalt, die körperliche, seelische und sexualisierte Gewalt in der Partnerschaft, ist zum Thema geworden und findet in der Öffentlichkeit Resonanz. Eine Schlüsselrolle nehmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Gesundheitsversorgung bei Prävention und Intervention gegen häusliche Gewalt ein. Viele Frauen suchen zuerst Hilfe in Notambulanzen oder bei niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, bevor sie sich an Frauenhilfseinrichtungen wenden.
Der Regensburger Runde Tisch gegen Häusliche Gewalt bietet darum mit guter Resonanz seit 2004 Schulungen für Klinikpersonal und niedergelassene Ärztinnen und Ärzte an.
Um das Thema weiter in die Öffentlichkeit zu bringen, organisierte die Gleichstellungsstelle der Stadt Regensburg in Erlangen mit der Landesarbeitsgemeinschaft der bayerischen Gleichstellungsstellen, dem Bayerischen Staatsministerium für Arbeit, Familie und Frauen, Frauenhäusern und Notrufen eine bayernweite Fachtagung zum Thema „Herausforderung für die Gesundheitspolitik und die medizinische Praxis: GEWALT GEGEN FRAUEN“, bei der mehr als 180 TeilnehmerInnen mit hochkarätigen Referentinnen in´s Gespräch kommen konnten.
| Medizinische Intervention gegen Gewalt ("MIGG") - Modellprojekt | Angelika Diggins-Rösner, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Bonn |
| Gewalt gegen Frauen Rechtsmedizinische Aspekte |
Claudia Oehme, Institut für Rechtsmedizin der Universität München |
| Psychische Folgen häuslicher und sexualisierter Gewalt - Konsequenzen für die ärztliche Praxis | Dr. Julia Schellong, Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik der TU Dresden, Initiatorin Traumanetzwerk Sachsen |
| Chancen gelingender Kooperation mit dem Gesundheitsbereich - Gewaltprävention durch Vernetzung | Marion Steffens, GESINE-Netzwerk, Ennepe-Ruhr-Kreis |