Elektrochips für Mülltonnen

Neues Behälteridentifikationssystem eingeführt

Abfalltonnen mit „Personalausweis“: Ohne Foto zwar, aber fälschungssicher. In der Zeit von Anfang September bis Ende des Jahres 2008 führte die Stadt Regensburg ein neues System zur eindeutigen Kennzeichnung der Restmülltonnen ein. Dazu wurden alle Restmüllbehältnisse mit einem so genannten Transponder ausgestattet. Dieser kleine Chip macht jede Tonne unverwechselbar. Durch die elektronische Kennung können Abfallbehälter eindeutig identifiziert und zugeordnet werden. Das macht das System Müllabfuhr transparenter, vor allem aber effizienter, weil die Tourenplanung noch genauer als bisher abgestimmt werden kann. Maßnahmen wie diese sind Voraussetzung dafür, dass Regensburg bei den Müllgebühren auch in Zukunft die günstigste Kommune in ganz Bayern ist.

Welche Vorteile bringt das neue System?

Gegenüber dem alten Gebührenmarkensystem, bei dem die Tonnen jedes Jahr neu gekennzeichnet werden mussten, hat der Tonnenchip erhebliche Vorteile: So können unmittelbar beim Entleeren die bei der Stadt angegebenen Tonnendaten, d.h. Tonnengröße und Tonnenstandort abgeglichen werden. Versehentliche oder absichtliche Doppelentsorgungen gehören so der Vergangenheit an. Denn der Tonnenchip registriert auch den Zeitpunkt der Leerung.

Grafik Abfallbehälter Identifikationssystem

Daten und Fakten

  • Die Kosten des Behälteridentifikationssystems belaufen sich auf ca. 350 000 Euro. Dadurch, dass das jährliche Bekleben der Tonnen mit den Müllmarken entfällt und durch das System Gebührenausfälle vermieden werden können, haben sich die Kosten für Anschaffung und Einführung in zwei bis drei Jahren amortisiert und es können Kosten gespart werden.
  • Es werden ca. 26 000 kleine (60 bis 240 Liter) Behältnisse und ca. 4 000 (1 100 Liter) Container mit Transponder und Etikett ausgestattet. Bei den kleinen Tonnen beläuft sich die Komplettausstattung inklusive Montage auf 4,30 Euro, bei den Containern auf 7,40 Euro.
  • Rechtliche Grundlage für die Kennzeichnung ist § 16 Abs. 4 Abfallwirtschaftssatzung – AbfS
  • Mit der Austattung ist die Firma MOBA aus Dresden beauftragt. Die seit 1991 bestehende Firma MOBA hat in 60 Kommunen schon ca. 3 Millionen Müllbehältnisse mit Transpondern ausgestattet.

Bei weiteren Fragen und für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiter des Amtes für Abfallentsorgung, Straßenreinigung und Fuhrpark.

 

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