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Sophias Frage - Regensburger Glaubensgeschichten

Sonderausstellung im Historischen Museum, Dachauplatz 2-4, 93047 Regensburg in der Zeit vom 5. Februar bis 31. Dezember 2017

Regensburg ist eine Stadt voller Geschichten von Menschen, die von ihren Hoffnungen, Ängsten, Freuden und Sehnsüchten und nicht zuletzt von ihrem Glauben erzählen können. Aus Anlass des Jahresthemas 2017 „Stadt und Glaube“ liefert die Ausstellung „Sophias Frage“ ein spannendes Format, Glaubensgeschichten und Religionsgeschichte der Stadt auf ungewöhnliche Weise neu zu entdecken, sich darin wiederzufinden und weiterzuerzählen. Sie führt durch die Räume der Dauerausstellung des Historischen Museums. An besonders hervorgehobenen und markierten Objekten aus der Römerzeit bis ins Mittelalter erzählen fiktive Geschichten, verfasst von Petra Bartoli y Eckert und illustriert von Nina Schneider, vom Glauben einzelner Menschen, von ihrer Weltanschauung und Religion im Wandel der Jahrhunderte. 

So ein schöner Blick! Sophia sieht durch das Fenster vor ihrem Schreibtisch und kaut dabei auf ihrem Bleistift herum. Sie lässt ihren Blick über schiefe, schräge, glänzende und fleckige Häuserdächer schweifen. In einer Stadt wie Regensburg gibt es davon natürlich jede Menge. „Träumst du?“, wird sie von ihrer Mutter, die gerade das Kinderzimmer betritt, aus den Gedanken gerissen. Sophia nimmt den Stift aus dem Mund und schüttelt den Kopf. „Ich denke!“, meint sie bestimmt und tippt auf das Deutschheft, das vor ihr liegt. „Soso“, schmunzelt ihre Mutter und wirft einen Blick über Sophias Schultern. „Und was denkst du so?“ Sophia legt den Kopf schief und kneift ihre Augen zusammen. „Ich kann dich sehen. Darum bist du DIE Mutter. Stimmt´s?“ Sophias Mutter sieht sie verständnislos an. „Na, Frau Wiedemeier hat heute in der Deutschstunde gesagt, dass alles, was man sehen und anfassen kann, groß geschrieben wird und einen Begleiter hat. Weil es nämlich ein Namenwort ist.“ Sophia klopft mit einer Hand den Arm ihrer Mutter ab.  „Und dich kann ich sehen und anfassen.“ Dann kichert sie. Sophias Mutter muss auch grinsen. „Ach so!“ „Ja, aber was ist mit dem Wort „Glaube“? Kann man Glaube sehen? Anfassen kann man ihn jedenfalls nicht. Und darum weiß ich nicht, ob man Glaube nun groß oder klein schreibt. Darüber denke ich nach.“ 

Zur Ausstellung gibt es einen Audioguide und einen Kurzführer. Beide sind an der Museumskasse erhältlich. Anknüpfend an die Ausstellung laden das Evangelische Bildungswerk Regensburg (EBW) und das Katholische Erwachsenenbildungswerk Regensburg (KEB) an acht Terminen zum „Erzählcafé“ ein. Informationen: www.ebw-regensburg.de, www.keb-regensburg.de