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„Gottes Haus“: Neues Fotoprojekt von Martin Rosner

Kultur - Ausstellung "Gottes Haus"

Der Regensburger Fotokünstler Martin Rosner widmete sich ein Jahr lang der Wahrnehmung von Kirchen-, Gebets- und Glaubensräumen. Die eindrucksvollen Ergebnisse dieses außergewöhnlichen Projekts, das vom Kulturamt der Stadt Regensburg veranstaltet wird und im Rahmen des kulturellen Jahresthemas 2017 „Stadt und Glaube“ stattfindet, werden nun vom 9. Dezember 2017 bis 20. Januar 2018 in einer Ausstellung in der Säulenhalle im Thon-Dittmer-Palais präsentiert. Eröffnet wird am Freitag, 8. Dezember 2017, um 19 Uhr.

Idee und Hintergrund des Projekts

Die Fotografie muss sich seit ihrer Erfindung mit dem Mythos auseinandersetzen, dass sie die „Wahrheit“ zeigen würde – ohne dass sie es je getan hätte. Dieses „Wirklichkeitsdilemma“ bot auch die Ausgangsbasis für Martin Rosners fotografische Spurensuche: Was ist wahr? Was glaube ich? Was sehe ich? Was empfinde ich?

Durch Interviews mit Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlicher Glaubensrichtungen hat der Künstler zu Beginn des Projekts die jeweiligen Denk- und Glaubensansätze herausgearbeitet. Bei der folgenden visuellen Umsetzung hat er darauf geachtet, den vermeintlichen „Wirklichkeitsaspekt“ in den Vordergrund zu stellen: durch gleiche Blickwinkel der Kamera in die Räume und möglichst neutrale Darstellungen.

Leitende Fragen des Fotografen waren: Welche Unterschiede und welche Gemeinsamkeiten gibt es bei den Glaubensräumen der verschiedenen Konfessionen und wie repräsentieren diese Räume den jeweiligen Glauben? Außerdem beschäftigte sich Rosner mit der Architektur der Räume, die in gewisser Weise unser Fühlen und Denken mitbestimmt.

Über die Ausstellung

Den Abschluss des Projekts bildet eine Ausstellung in der Säulenhalle im Thon-Dittmer-Palais. Hier werden sowohl die Kernaussagen der Interviews – in Textform – als auch die Fotografien gezeigt. Die Fotoarbeiten werden großformatig präsentiert, um die Raumwirkung möglichst erfahrbar zu machen.

Den Aufnahmeprozess hat der Künstler mit einer analogen 4×5“ Großformatkamera dabei bewusst verlangsamt. Dies erforderte ein genaues Beobachten der Szenerie und ein exaktes Platzieren der Kamera. Der Druck erfolgte auf transparente Acrylglasplatten, um die Grundthematik „Religion – Raum“ auch in der Präsentation zu visualisieren.

Nach einer Begrüßung durch Christiana Schmidbauer, Leiterin des Kulturamts der Stadt Regensburg, wird Dr. Gustav Rosenstein, Gründer der „Religions for Peace“-Ortsgruppe Regensburg und Träger der städtischen Auszeichnung „Stadtschlüssel“, am Vernissage-Abend in das Thema einführen.

Die Ausstellung ist dann bis zum 20. Januar montags und samstags von 8 bis 20 Uhr frei zugänglich.