Die Oberpfälzische Kreisausstellung 1910 lebt wieder auf - im Historischen Museum der Stadt Regensburg wird ab dem 20. Mai 2010 das Großereignis von vor 100 Jahren gefeiert und neu interpretiert.
Die Oberpfalz und die Regensburger Stadtgesellschaft präsentierten von 11. Mai bis 24. September 1910 die regionale Schaffenskraft. Hierfür wurde der heutige Stadtpark angelegt, sämtliche Branchen, Gewerbeschulen und Vereine zeigten die Vielfalt, Traditionen und Visionen auf technischem, künstlerischem und wirtschaftlichem Gebiet. Würdigung fand das Ausstellungskonzept nicht nur durch den Prinzregenten Luitpold und den Schirmherrn Fürst Albert von Thurn & Taxis, auch die zahlreich vertretene Prominenz aus dem In- und Ausland zeigte sich von der Ausstellung beeindruckt. Die gesamte Stadtbevölkerung war in die Umsetzung der Ausstellung involviert: In mehreren Umzügen und bei dem Festspiel „Ratisbona“ im Stadttheater, an dem über 300 Oberpfälzer beteiligt waren, wurde der Stolz der Bürger auf ihre Region sichtbar.
In Anlehnung an die großen Welt- und Gewerbeausstellungen suchten auch die Regensburger Verantwortlichen nach einem signifikanten Termin, der die Wichtigkeit des Projektes widerspiegelte. Dazu wählten sie das Jahr 1910 – also 100 Jahre nach der Vereinigung von Regensburg mit dem Königreich Bayern. Die Feierlichkeiten zu diesem historischen Termin bildeten den festlichen Abschluss der bis heute bedeutendsten Präsentation der Oberpfalz.
Das Parkgelände, das Kerngebäude der Ostdeutschen Galerie Begleitprogramm und der chinesisch anmutende Pavillon im Stadtpark gehören zu den sichtbaren Hinterlassenschaften. Die diesjährige Ausstellung macht die Bedeutung, die damalige Aufbruchstimmung und die Spuren der Kreisausstellung auch für das heutige Regensburg sichtbar. Die Koproduktion des Historischen Museums mit dem Lehrstuhl für Vergleichende Kulturwissenschaft der Universität Regensburg ist Teil des Jahresthemas der Stadt Regensburg „..10 Aufbruch“.