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Fragen & Antworten

Eines der wichtigsten Ziele während der gesamten Baumaßnahme ist eine transparente Kommunikation. Keine Frage soll unbeantwortet bleiben. Deswegen werden Fragen von Anliegern und Bürgern an dieser Stelle anonym veröffentlicht, sofern sie nicht einen speziellen Einzelfall betreffen.

Erreichbarkeit/Bauverlauf

Wie sind die Arbeitszeiten der Baufirma geregelt?
Die Bauarbeiter sind Montag bis Donnerstag von 7 bis ca. 17 Uhr und Freitag von 7 bis
ca. 14 Uhr auf der Baustelle tätig. An Samstagen, Sonn- und Feiertagen wird grundsätzlich nicht gearbeitet. Ausnahmen sind lediglich denkbar, wenn zum Jahresende wichtige Bauziele noch nicht erreicht sein sollten. Auch Nachtarbeit soll vermieden werden. In Einzelfällen ist es erforderlich, Hausanschlüsse der Wasserleitung nachts umzuschließen, da tagsüber ein Abstellen des Wassers nicht möglich ist (z.B. wenn sich eine Zahnarztpraxis oder ein Friseur im Gebäude befindet).

Wie verhält es sich mit den Rettungswegen und der Feuerwehrzufahrt während des Umbaus?
Die Zufahrt für die Rettungsfahrzeuge und die Feuerwehr ist jederzeit gewährleistet. Während der Bauphase ist besonders darauf zu achten, dass die Anfahrtszonen frei gehalten und nicht zugeparkt werden. Als Anfahrtszonen der Rettungswege zählen Pfauengasse Nord, Drei-Helm-Gasse, Kassiansplatz und Fröhliche-Türken-Straße.

Was passiert mit Rest-, Papier- und Wertstoffmüll während des Umbaus?
Der Müll wird selbstverständlich auch während der Bauphase abgeholt. Die bekannten Müllbehälterstandplätze werden an den Tagen der Abholung von der Baufirma frei gehalten. Sofern dies nicht möglich ist, werden rechtzeitig vorher Alternativlösungen entwickelt und bekannt gegeben.

Kann ich die Geschäfte, Büros und Praxen während der Baumaßnahmen erreichen?
Ja, alle Geschäfte sind jederzeit erreichbar. Vor Ort werden Fußgänger mithilfe eines Leitsystems auf dem besten Weg zum Ziel geleitet.

Können Geschäfte, Praxen und Büros während der Bauphasen beliefert werden?
Während der Bauzeit können jederzeit Waren angeliefert werden. Die Routen für den Lieferverkehr wurden in der Planung berücksichtigt, können sich aber entsprechend dem Baufortschritt kurzfristig ändern.

Was passiert, wenn archäologisches Material im Boden gefunden wird?
Das Gebiet der Baustelle beherbergt bekannte Bodendenkmäler aus verschiedensten Epochen. Der Denkmalschutz und die ausführende Baufirma sind speziell eingewiesen, Funde mit der nötigen Sorgfalt und gleichzeitig ohne Verzögerung für den Baufortschritt zu sichern. Da die Baustelle sehr flexibel geplant ist, können die Bauarbeiten gegebenenfalls an anderer Stelle weitergeführt werden, während die Funde von Archäologen gesichert werden. Auf diese Weise können Verzögerungen im Bauablauf vermieden werden.

Leben wir jetzt für vier Jahre mit schmutzigen Straßen?
Nein, die Baufirma ist angehalten, die Verkehrsflächen ständig zu reinigen. Dennoch bringt eine Baustelle natürlich ein gewisses Maß an Staub und Schmutz mit sich, was leider nicht hundertprozentig vermieden werden kann.

Gestaltung

Wie wird der Bereich zwischen Maximilianstraße und Neupfarrplatz künftig aussehen?
Es werden Granitsteine in einer freundlichen, hellen Farbe verlegt, in etwa vergleichbar mit dem Pflaster in der Gesandtenstraße und der Ludwigstraße. Mit größeren Pflasterplatten werden Aufweitungen und Plätze optisch von den Verkehrswegen abgehoben. Dazu werden Bäume und Bänke für mehr Aufenthaltsqualität sorgen.

Reicht es nicht, einfach die Fläche neu zu pflastern?
Das Aufbringen eines neuen Pflasters reicht nicht, da unter der Erde dringend sanierungsbedürftige Kanäle und Leitungen schlummern. Im Zuge des Umbaus werden daher die Ver- und Entsorgungsleitungen von Stadt, REWAG und Telekom im Untergrund saniert, erneuert oder erweitert. Anschließend wird der Straßenaufbau an die heutigen Bedürfnisse (Gewicht der Fahrzeuge, die sich dort bewegen) angepasst und erst dann wird gepflastert.

Wurden Belange von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen berücksichtigt?
Ja, die Planungen wurden auch darauf ausgerichtet. Es wurde ein fußgängerfreundlicher, barrierefreier Pflasterbelag gewählt. Die Entwässerungsrinnen werden möglichst flach verlegt und bei den Haus- und Geschäftseingängen wird versucht, vorhandene Stufen zurückzubauen, um einen niveaugleichen Eingang zu ermöglichen.

Und wie verhält es sich für sehbehinderte Menschen?
Auch hier wurde eine Lösung speziell für die Fußgängerzone entwickelt: Die Entwässerungsrinne und ein dunkler Natursteinstreifen sollen künftig Menschen mit eingeschränkter Sehfähigkeit bei der Orientierung helfen.

Gefühlt dehnen sich die Freisitze immer weiter aus. Wird nach dem Umbau etwas unternommen?
Die Flächen der Freisitze werden von den Gastronomen und Händlern bei der Stadt beantragt. In der Genehmigung sind deren Ausmaße genau festgehalten. Die Einhaltung dieser Vorgaben wird regelmäßig überprüft. Bei Zuwiderhandlung werden hohe Bußgelder fällig. Die Gastronomen wissen das und halten sich in der Regel auch daran.

Auch der motorisierte Verkehr nimmt stetig zu. Was wird hier unternommen?
Grundsätzlich ist zwischen Fußgängerzone und Wohnverkehrsstraßen zu unterscheiden. Das aktuelle Maßnahmengebiet ist eine Fußgängerzone, in der lediglich Lieferverkehr erlaubt ist. Lieferanten dürfen zwischen 6 und 10.30 Uhr morgens und 17.30 und 19.30 Uhr abends einfahren.
Die Ludwigstraße hingegen ist ein Beispiel für eine Wohnverkehrsstraße. Dort ist der Anliegerverkehr erlaubt, um den Menschen die Zufahrt zu ihren Stellplätzen zu ermöglichen.
Es gab erst kürzlich eine Verkehrszählung, die ergab, dass weit über 90 Prozent der Fahrzeuge eine Erlaubnis zur Einfahrt haben. Also ist selbst in den verkehrsberuhigten Bereichen der Innenstadt mit Auto- und Lieferverkehr zu rechnen, da dort viele Menschen leben, arbeiten und Geschäfte betreiben.

Kosten

Kommen durch die Baumaßnahme Kosten auf die Anlieger zu?
Ja. Die Stadt versucht Mittel aus der Städtebauförderung zu erhalten. Dennoch müssen die anliegenden Immobilienbesitzer die üblichen Straßenausbaubeiträge bezahlen. Die Details sind in der städtischen Ausbaubeitragssatzung (ABS) geregelt, die nach den Vorgaben des Kommunalabgabengesetzes (KAG) erhoben werden.

Wie werden Flächen behandelt, die sich nicht im Besitz der Stadt Regensburg befinden?
Es gibt in der Bauzone Teilflächen, die sich in Privatbesitz befinden. Die Stadt arbeitet eng mit den Eigentümern zusammen, um eine einheitliche Gestaltung der Flächen zu ermöglichen. Dazu ist eine Kostenübernahme der betroffenen Grundstücksbesitzer erforderlich.