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Hochhausbrand Isarstrasse

Regensburg - 15.01.2016

In der Nacht zum Freitag kam es in der Isarstraße 66 in Regensburg zu einem Hochhausbrand.
Gegen 1:10 Uhr erreichte die Integrierte Leitstelle Regensburg eine Brandmeldung aus der Isarstraße in Regensburg.
Da unter der angegebenen Adresse ein Hochhaus im Einsatzleitsystem erfasst ist, wurden die Einsatzkräfte gemäß dem
Einsatzstichwort Hochhausbrand alarmiert.
Nach bereits vier Minuten konnte sich der Einsatzleiter ein erstes Lagebild an der Einsatzstelle verschaffen:
Der Wohnungseigentümer der Brandwohnung erwartete die Beamten und wies diese ein.
An der Gebäuderückseite schlugen bereits die Flammen aus dem 14. Stock des Anwesens.
Auf der betroffenen Etage und darüber war mit einer Vielzahl von betroffenen Personen zu rechnen.
Für den eintreffenden Löschzug der Berufsfeuerwehr war es nun die Hauptaufgabe, Mannschaft und Gerät in den
14. Stock zu bekommen, um Personenrettung und Brandbekämpfung durchführen zu können.
Der Aufzug ist bei derartigen Einsätzen leider keine Option, da hier stets mit einer Stromabschaltung zu rechnen wäre.
Die ersten drei Trupps unter schweren Atemschutz konnten die Stockwerke 13 bis 15 zügig räumen und sich zeitgleich
der im Vollbrand stehenden Wohnung widmen.
Mit drei C-Rohren wurde der Brand bekämpft, wobei eines davon die Ausbreitung nach oben hin unterbinden sollte.
In Zusammenarbeit mit der Polizei wurden noch zwei darunterliegende Etagen geräumt.
So konnte nach ca. einer Stunde Einsatzzeit „Brand unter Kontrolle“ gemeldet werden und eine weitere Ausbreitung und
Personenschäden waren ausgeschlossen.
Dank der alarmierten Sanitätseinsatzleitung, mit den entsprechenden Einheiten, war es unverzüglich möglich die
40 evakuierten Bewohner in einem benachbarten Pfarrheim unterzubringen.
Vier Anwohner mussten schlussendlich mit Verdacht auf Rauchgasintoxikation in Regensburger Krankenhäuser
transportiert werden, darunter der Brandleider aus dem 14. OG.
Dank die hervorragenden Zusammenarbeit aller beteiligten Helfer ging es, neben dem nicht unerheblichen Brandschaden,
wohl für alle Betroffenen noch recht glimpfl ich aus.
Die Erstphase des Einsatzes lies weitaus schlimmeres vermuten.
Neben dem Löschzug der Berufsfeuerwehr waren die Löschzuge Weichs und Altstadt an der Einsatzstelle.
Die Freiwillige Feuerwehr Oberisling besetzte die Hauptfeuerwache, um für weitere Einsätze gerüstet zu sein.
An dem Einsatz waren insgesamt 50 Feuerwehrdienstleistende beteiligt.
Zur Brandursache können derzeit noch keine Angaben gemacht werden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen
aufgenommen.
Einsatzleiter: Seidl