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Wohnungsbrand in der Wöhrdstraße

Regensburg - 29.03.2016

Heute ist ein arbeitsreicher Tag für die Berufsfeuerwehr Regensburg. Bereits nach 10 Stunden ist das statistische Mittelmaß an Einsätzen pro Tag (im Jahresmittel sechs Einsätze pro 24-Stunden-Schicht, von 8 Uhr bis 8 Uhr am Folgetag) übertroffen. Sieben Mal rückten die Kollegen bisher aus, um Regensburgern zu Hilfe zu eilen. Neben zwei Wohnungsbränden war das ein Fehlalarm in einer Brandmeldeanlage (ausgelöst durch Reinigungsarbeiten) und vier Kleineinsätze (Ölspur, Wasserschaden, etc.).
Zwei Wohnungsbrände an einem Tag sind in Regensburg glücklicherweise ebenfalls eine echte Ausnahme. Nach dem tragischen Brand in der Obermünsterstraße erreichte kurz vor 14:45 Uhr ein Notruf aus der Wöhrdstraße die Leitstelle. Ein Bewohner bemerkte beim nach Hause kommen Rauch im Treppenraum und alarmierte sofort die Feuerwehr. Wie auch am Morgen verhielt sich der Anrufer sehr klug und erwartete die Feuerwehr auf der Straße. Diesmal war eindeutig starker Rauch im Bereich des Treppenaufgangs zu erkennen und das Feuer konnte sehr schnell im Küchenbereich einer Wohnung lokalisiert werden. Zeitgleich wurden alle Wohnungen im Gebäude nach Personen durchsucht, da das gesamte Haus bereits verraucht war. Hierfür wurde auch der Löschzug Altstadt der Freiwilligen Feuerwehr Regensburg zur Verstärkung alarmiert. Glücklicherweise war niemand mehr im Gebäude, so dass niemand verletzt wurde.

Nachdem der Löschangriff schnell Wirkung zeigte, blieb der Brandschaden auf den Küchenbereich beschränkt. Da allerdings das gesamte Haus verraucht war kann zumindest heute Nacht in den Wohnungen niemand übernachten, so lange bis die Räumlichkeiten ausreichend gelüftet wurden. Die Brandwohnung selber wird wegen der notwendigen Sanierung noch etwas länger nicht bewohnt werden können.

Von der Feuerwehr waren, neben Polizei und Rettungsdienst, insgesamt 30 Einsatzkräfte mit neun Fahrzeugen an der Einsatzstelle.

An dieser Stelle möchte ich mich ausdrücklich bei den Firmen in Regensburg bedanken, die zu solchen Einsätzen Mitarbeiter, die bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv sind, sofort freistellen. Sie helfen dadurch mit, die Stadt Regensburg sicher zu machen. Ohne die Freiwilligen Feuerwehren sind größere Einsätze nicht zu bewältigen. Das dies für die Arbeitgeber nicht immer einfach ist sieht man am heutigen Beispiel. Nicht wenige Kameraden des Löschzugs Altstadt mussten zweimal während des Tages unvermittelt den Arbeitsplatz verlassen.

Einsatzleiter: Buchhauser