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Brand in einem Lagerhaus

Regensburg - 14.08.2015

In der Integrierten Leitstelle Regensburg ging heute um 15:42 Uhr die mündliche Brandmeldung zu einer starken Rauentwicklung in einer Siloanlage im Hafengebiet ein. Daraufhin wurde neben der Berufsfeuerwehr auch sofort zwei Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr alarmiert.
Bei Eintreffen der Berufsfeuerwehr berichtet der Mitarbeiter, der auch die Meldung an die ILS abgesetzt hatte, dass auf der 4.Ebene eine Trockneranlage brennt. Bei der Erkundung wurden offenes Feuer in der Anlage und eine starke Rauchentwicklung auf der gesamten Ebene festgestellt.
Daraufhin wurde sofort die Steigleitung im Treppenraum genutzt um von einem Atemschutztrupp das 1.C-Rohr zur Brandbekämpfung vorzunehmen. Da Siloanlage zumeist mit komplexen Transport- und Bearbeitungssystemen ausgestattet sind, die ohne brandschutztechnische Trennungen über eine Vielzahl von Ebenen geführt werden, wurde als nächste Maßnahme die anderen Ebenen kontrolliert und mit den Mitarbeitern der Siloanlage nachvollzogen, mit welchen Bereichen die betroffene Anlage verbunden ist und in welche Silos das Futtermittel gefördert worden ist.
Gleichzeitig wurde in enger Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr eine ausreichende Löschwasserversorgung aufgebaut, ein zweites C-Rohr in die dritte Ebene verlegt, wo ein weiterer Atemschutztrupp in Bereitschaft gebracht wurde.

Das Feuer in der Trocknungsanlage konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden. Die Kontrolle und teilweise Demontage der Förderkanäle und die Kontrolle der verschiedenen Silos hingegen war sehr zeitaufwendig, dass „ Brand aus“ erst gegen 17:45 Uhr gegeben werden konnte. Abschließend wurde von Feuerwehr und Betreiber mit der Wärmebildkamera nochmal alle betroffenen Bereiche kontrolliert und die Einsatzstelle gegen 18:00 Uhr an den Betreiber übergeben.

Zwei Mitarbeiter des Unternehmens, die das Feuer entdeckt hatten und trotz der Rauchentwicklung erste Löschversuche unternommen haben wurden vom Rettungsdienst versorgt und zu weiteren Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht.
Der Einsatz war wegen den hohen Temperaturen für alle Beteiligten eine große körperliche Belastung. Da aber frühzeitig für ausreichend Getränke gesorgt wurde und die Einsatzkräfte rechtzeitig abgelöst werden konnten, verlief der Einsatz diesbezüglich reibungslos.

Einsatzleitung: Krimm