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Verünglückter Tankzug auf der B15

Schierling (LK Regensburg) - 01.07.2014

Am 1.7.2014 gegen 16:29 Uhr meldete die Polizeieinsatzzentrale der Integrierten Leitstelle Regensburg einen Eigenunfall eines Tanklastzuges auf der B15 in Schierling . Daraufhin entsandte die ILS nach Einsatzstichwort und örtlicher Zuständigkeit die Einheiten der Freiwilligen Feuerwehren aus dem Landkreis sowie den Rettungsdienst zur Einsatzstelle.
Zur Unterstützung der Kräfte vor Ort wurde zudem die Berufsfeuerwehr Regensburg mit dem AB6 Saug/Pump, AB12 Umweltschutz sowie dem 10.2. entsandt.
Beim Eintreffen der Berufsfeuerwehr zeigte sich ein verunfallter Tanklastzug der Diesel geladen hatte. Die Zugmaschine lag seitlich auf der Fahrbahn, über die undichten Domdeckel trat der geladene Dieselkraftstoff aus. Der Anhänger des Gespanns war in die Böschung abgerutscht und Kopfseitig auf den Domdeckeln zum Liegen gekommen.
Nach Aussage des Fahrers befanden sich 19.000 Liter Diesel in der Zugmaschine sowie 13.000 Liter Diesel im Anhänger. Die Tanks sind jeweils als Drei-Kammersystem ausgeführt.
Durch die ersteintreffende Freiwillige Feuerwehr Schierling wurde der auslaufende Kraftstoff behelfsmäßig aufgefangen und der Tankzug gesichert. Auf Grund des kontinuierlich auslaufenden Gefahrstoffes wurde primär der Inhalt der Zugmaschine durch die Berufsfeuerwehr Regensburg mit Hilfe der ELRO Gefahrgutpumpe direkt in ein Ersatzfahrzeug umgepumpt.
Da nicht nachvollziehbar war ob sich der auf den Domdeckeln liegende Anhänger unkontrolliert ins Erdreich entleert, wurde dieser parallel über den AB6 ebenfalls in das gleiche Ersatzfahrzeug abgepumpt.
In der Kaosphase haben sich ca. 800l Dieselkraftstoffgemisch in der Böschung gesammelt und wurde durch die Ölwehr der örtlichen Freiwillige Feuerwehr aufgefangen. Dieser verunreinigte Kraftstoff, wurde im Anschluss an die Umpumpmaßnahmen durch die Berufsfeuerwehr aufgenommen und am Folgetag einer fachgerechten Entsorgung bei der Firma Bayernoil in Vohburg zugeführt. Hier wurde der AB6 zudem grundgereinigt.
Nach Rücksprache mit Vertretern des Wasserwirtschaftsamt und auf Entscheidung des Landratsamtes konnten die kontaminierten Einsatzmittel, Schläuche sowie die Kunststoffwannen des AB6 und AB12 an der Einsatzstelle belassen werden.
Beim Verlassen der Einsatzstelle wurden die kontaminierten Einsatzmittel vor Ort dem Bereitschaftsdienst des Landratsamtes übergeben.
Die Einsatzmittel wurden daraufhin durch eine Spezialfirma entsorgt und werden dem Verursacher in Rechnung gestellt.
An der Einsatzstelle waren zu den Einsatzkräften der BF und FF auch das Wasserwirtschaftsamt, Landratsamt, KBR,
KBI,KBM, ELRD sowie Fachberater des Gefahrgutzuges des Polizei.
Einsatzleiter: Nitschmann/Saße