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Seminararbeit

Terminplan Seminarphase 2017

Der genaue Terminplan wird allen Seminarteilnehmerinnen und Seminarteilnehmern zu Beginn der Seminarphase in der Einführungsveranstaltung ausgehändigt bzw. ist hier als Download verfügbar.

1. Vorbemerkungen

Nach der Fachhochschulreifeprüfung werden die Klassenverbände aufgelöst. In der Zeit bis zum Schuljahresende erarbeiten die Schüler/innen, die in die 13. Klasse aufsteigen, ihre Seminararbeit. Die Schulordnung setzt dafür nur Rahmenbedingungen.

Die konkrete Ausgestaltung der Seminarphase orientiert sich an der Zielsetzung, die Schüler zu selbstständigem Arbeiten zu führen, bei ihnen problembezogenes Denken zu initiieren und zu schulen sowie mit ihnen Sozialformen des Lernens zu trainieren, die sowohl die Selbstständigkeit als auch die Kommunikations- und Teamfähigkeit fördern. Wir wollen ihnen damit weitere Bausteine zur Erweiterung ihrer Studierfähigkeit bieten.

2. Rechtsgrundlagen (vgl. FOBOSO § 46)

(1) In  der  Jahrgangsstufe  13  ist  eine  Seminararbeit  anzufertigen.  Hierzu  besuchen  die  Schülerinnen  und  Schüler,  die  nicht  mit  der  Fachhochschulreife  den  Schulbesuch  beenden  möchten,  am  Ende  der  Jahrgangsstufe  12  ein  mindestens  60  Stunden  umfassendes  und  von  der  Schule  zu  betreuendes  Seminar.  Der  Unterricht  dient  der  Einführung  in  das  wissenschaftliche  Arbeiten  und  der  Erarbeitung  bzw.  Auswahl  der  Themen  der  Seminararbeit.  Wählbar  ist  ein  fachbezogenes  oder  fächerübergreifendes  Thema  in  einem  Pflichtfach.

(2) Die  Themen  der  Seminararbeit  werden  in  der  Vollzeitform  zum  Ende  der  Jahrgangsstufe  12,  in  der  Teilzeitform  zum  Ende  der  Jahrgangsstufe  12/2  vergeben.  Die  Seminararbeit  muss  in  der  Vollzeitform  spätestens  am  ersten  Unterrichtstag  im  Oktober,  in  der  Teilzeitform  spätestens  am  ersten  Unterrichtstag  nach  den  Weihnachtsferien  in  der  Jahrgangsstufe  13/1  abgeliefert  werden.

(3)  Schülerinnen  und  Schüler,  die  gemäß  §  27  Abs.  6  in  die  Fachoberschule  oder  gemäß  §  28  Abs.  6  in  die  Berufsoberschule  aufgenommen  werden,  wählen  das  Thema  der  Seminararbeit  im  Einvernehmen  mit  den  betroffenen  Lehrkräften  zu  Beginn  der  Jahrgangsstufe  13.  Die  Seminararbeit  muss  in  diesen  Fällen  in  der  Vollzeitform  spätestens  eine  Woche  nach  Ende  der  Weihnachtsferien,  in  der  Teilzeitform  spätestens  eine  Woche  nach  Ende  der  Osterferien  in  der  Jahrgangsstufe  13/1  abgeliefert  werden.  Schülerinnen  und  Schüler  nach  Satz  1  können  auf  Antrag  an  der  Seminarphase  teilnehmen;  im  Fall  der  Teilnahme  gelten  die  Fristen  des  Abs.  2.

(4) Die  Schule  kann  in  besonderen  Fällen,  insbesondere  bei  nachgewiesener  längerer  Erkrankung,  Fristverlängerung  gewähren.

(5)  Grundlage  der  Bewertung  der  Seminararbeit  sind  die  Leistungen  im  Rahmen  der  Seminarphase  und  die  schriftliche  Arbeit. Zusätzlich  kann  eine  mündliche  Prüfung  nach  Korrektur  der  schriftlichen  Arbeit  abgehalten  werden,  deren  Ergebnis  in  die  Gesamtbewertung  eingeht;  sie  muss  abgehalten  werden,  wenn  die  Seminararbeit  mit  der  Note  5  oder  6  (weniger  als  4  Punkte)  bewertet  wurde,  ausgenommen  bei  Nichtabgabe  oder  erwiesenem  Plagiat.  3§  65  Abs.  2  findet  für  die  Seminararbeit  keine  Anwendung.

(6) Das  Thema  bzw.  eine  Kurzform  des  Themas  der  Seminararbeit,  die  erreichte  Punktzahl  und  die  erzielte  Note  sind  im  Zeugnis  der  fachgebundenen  Hochschulreife  bzw.  im  Jahreszeugnis  auszuweisen. Das  Ergebnis  der  Seminararbeit  wird  bei  der  Ermittlung  der  Durchschnittsnote  wie  ein  Pflichtfach  gewertet.

(7) Wiederholt  die  Schülerin  oder  der  Schüler  die  Jahrgangsstufe  13,  bleibt  das  Ergebnis  der  Seminararbeit  auf  Antrag  erhalten. Bei  Anfertigung  einer  neuen  Seminararbeit  kann  sich  die  Schülerin  oder  der  Schüler  für  eines  der  beiden  Ergebnisse  entscheiden.

3. Organisation der Seminarphase

Anwesenheitspflicht
Während der Seminarphase besteht für alle Teilnehmer Anwesenheitspflicht. Nicht ausreichend entschuldigtes Fernbleiben vom Seminar gilt in jedem Falle als Austrittserklärung. Der Seminarteilnehmer wird beim Amt für Ausbildungsförderung (BaföG-Stelle) abgemeldet. Der Besuch der 13. Klasse wird dadurch zwar nicht ausgeschlossen, die Bewerber gelten aber dann als Quereinsteiger und haben kein Anrecht mehr, an einer bestimmten Schule aufgenommen zu werden!

Jeder Schüler dokumentiert anhand eines Tätigkeitsnachweises seine Teilnahme an den allgemein verbindlichen Seminarterminen, Gruppenterminen sowie seine individuellen Seminararbeitszeiten (Recherche, Exkursionen, Literaturarbeit, schriftliche Zusammenfassung und Ausarbeitung, Vorbereitung der Präsentation, Beratungsgespräche mit der betreuenden Lehrkraft, Gruppensitzungen, Betriebserkundungen usw.). Die Gesamtzahl der eingebrachten Stunden darf die Zahl 60 nicht unterschreiten, andernfalls kann das Seminar als nicht besucht gewertet werden. Die betreuende Lehrkraft überprüft die Eintragungen auf Plausibilität und bestätigt die Zeiten im Tätigkeitsnachweis. Der Tätigkeitsnachweis ist Bestandteil der Seminararbeit.

Gruppenbildung und Themenfindung, Gruppenarbeit

Die Schüler, die an der Seminarphase teilnehmen wollen, müssen möglichst gleichmäßig auf die zur Betreuung zur Verfügung stehenden Kolleginnen und Kollegen verteilt werden.

Ablauf:

  • Das Kollegium bildet bis  April  Arbeitsgruppen, welche Gruppenthemen formulieren.
  • Die Schüler/innen haben (nach den Osterferien) zunächst die Möglichkeit, sich einer Gruppe ihrer Wahl anzuschließen.
  • Sollten mehr Schüler/innen in eine Gruppe aufgenommen werden wollen, als deren Kapazität umfasst, so entscheidet das Losverfahren über die weitere Zuteilung.

Nach der Gruppenbildung kann bereits die Seminarphase beginnen. Gegebenenfalls können nun bereits Arbeitsaufträge für die Seminarteilnehmer für die Phase nach den Pfingstferien (für Lehrkräfte noch Korrektur der Abschlussprüfung) formuliert und verteilt werden.

Die vorrangige Betreuung sollte in Gruppen geschehen, da Gruppenarbeit ein erklärtes Ziel der Seminarphase ist. Eine inhaltliche Zuarbeitung durch den Betreuer soll auf keinen Fall erfolgen. Ende der 1. oder zu Beginn der 2. Seminarwoche soll eine Themenpräzisierung (Arbeitsthema der individuellen Seminararbeit) vorgenommen werden. Dabei sollte vergleichenden Themen der Vorzug vor beschreibenden Themen eingeräumt werden.

Die Seminararbeit muss bis zum Ende des lfd. Schuljahres so weit fortgeschritten sein, dass etwa 2/3 fertig gestellt sind (Präsentation durch einen obligatorischen, benoteten Seminarabschlussbericht).

Hinweis:
Auch wenn als offizieller Abgabetermin der erste Unterrichtstag im Oktober des neuen Schuljahres gilt, sollten die Seminararbeiten bis zu Beginn des neuen Schuljahres abgabefertig sein, damit die Schüler nicht in der Anfangsphase der BOS 13 zusätzlich mit der Ausarbeitung der Seminararbeit belastet sind.

Deshalb muss bereits bei der Formulierung des Seminararbeitsthemas kritisch geprüft werden, ob das gewählte Thema auch in der vorgegebenen Zeit zu bewältigen ist (Umfang der Arbeit, stehen die benötigten Quellen auch rechtzeitig zur Verfügung, sind Interviews rechtzeitig möglich u. ä.). Zeitmanagement während der Seminarphase ist besonders wichtig, um den Arbeitsfortschritt kontrollieren und steuern zu können (Arbeitsaufträge zu bestimmten Terminen vereinbaren, Zwischenpräsentationen verlangen).

In der Seminarphase und in der Gruppenarbeit sollen die Seminarteilnehmer...

  • Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens kennen lernen,
  • Recherchen nach verschiedenen Methoden und in unterschiedlichen Medien durchführen können,
  • lernen, Komplexität zu reduzieren,
  • Fähigkeiten ausbauen, um Inhalte zu strukturieren, zu bewerten und schlüssig darzulegen,
  • üben, im Team angemessen zu arbeiten und zu kommunizieren,
  • forschendes Verhalten entwickeln und sich Problemlösungsstrategien aneignen,
  • bei Bedarf Informationen über Interviews und Umfragen beschaffen,
  • freies Sprechen, Präsentation und Diskussionsleitung einüben.

4. Terminplan

Der Terminplan für die Abwicklung der Seminarphase erfasst die für alle Seminarteilnehmer verbindlichen Termine und Veranstaltungen (Bibliothekskunde, Arbeitstechniken, Umgang mit Literatur, Zitiertechniken, formale Anforderungen an eine Seminararbeit, Präsentationstechniken, usw.). Darüber hinaus gelten die in der jeweiligen Seminargruppe oder die individuell zwischen Schüler und betreuende Lehrkraft getroffenen Terminvereinbarungen (bitte dabei die Termine im Zusammenhang mit der Abschlussprüfung beachten).

5. Versicherungsschutz

Schulbesuche, allgemeine Exkursionen sowie Bibliotheksbesuche sind grundsätzlich versichert. Dies gilt auch für Besuche von Einzelnen oder Gruppen bei Institutionen oder bei Betrieben, jedoch sind diese vorher vom Schüler bei der betreuenden Lehrkraft anzumelden (Formblatt).

Für Fragen und Anregungen sind wir Ihnen sehr dankbar, denn wir wollen, dass Ihnen die Arbeit in unserem Seminar auch Freude macht.

Mit freundlichen Grüßen

Christoph Hofmann, OStR
Email:  hofmann.christoph@schulen.regensburg.de

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