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Abschlussveranstaltung 1. Internationale Jugendkonferenz

Es gilt das gesprochene Wort!

Abschlussrede von Oberbürgermeisters Joachim Wolbergs zum Abschluss der 1. Internationalen Jugendkonferenz im Historischen Reichssaal am Freitag, 5. August 2016, um 18.30 Uhr

Anrede

Gut 70 junge Leute aus Regensburg und seinen acht Partnerstädten haben eine – wie ich hoffe – aufregende und spannende Woche voller neuer Eindrücke und Erlebnisse hinter sich.

Mir ist erzählt worden, dass ihr – die jungen Teilnehmer – mitunter sehr ernsthafte Diskussionen geführt und darüber gesprochen habt, wie man Vorurteile korrigieren kann. Ihr habt Gleichaltrige aus anderen Ländern und ihre Kulturen kennengelernt. Ihr habt eure Standpunkte vertreten und manchmal auch geändert.

Die Workshops haben euch gefordert – und ich hoffe, dass ihr viel von dem, was dabei herausgekommen ist, für euer weiteres Leben mitnehmen könnt. Ich hoffe auch, dass euch unsere 1. Internationale Jugendkonferenz darin bestärkt hat, auf Menschen zuzugehen und sich mit ihnen auszutauschen. Ich hoffe ebenso, dass ihr neue Freunde gefunden habt, mit denen ihr noch lange in Kontakt bleibt. Aber in unserem Zeitalter von Internet, Email und Social Media dürfte das ja wohl  kein Problem sein.

Es ist schon sehr viel erreicht, wenn ihr in der zurückliegenden Woche erfahren habt,

  • wie wichtig es ist, Menschen aus anderen Ländern kennenzulernen,
  • wie wichtig es ist, sich mit anderen Kulturen, Sprachen und Lebensverhältnissen auseinanderzusetzen,
  • und wie wichtig es ist, von den Träumen und Lebensplänen junger Menschen aus anderen Nationen zu hören. 

Das, was die Fachleute „interkulturelle Erfahrung“ nennen, wird für die Zukunft von uns allen extrem wichtig sein.

Einerseits wächst unsere Welt durch das Internet und die Globalisierung der Wirtschaft immer mehr zusammen. Andererseits ist unsere Welt in vielen Bereichen leider in keinem guten Zustand.

Unzählige Menschen sind jeden Tag irgendwo auf unserer Welt auf der Flucht – sie fliegen vor Terror, Krieg, Verfolgung, Hunger. Und in Zukunft werden sie wahrscheinlich vor dem steigenden Meeresspiegel fliehen müssen. Es wird zu einem großen Teil an euch, den jungen Menschen von heute, liegen, wie unsere Welt weiter friedlich zusammenwachsen kann und wie es gelingt, die großen Probleme der Menschheit zu lösen.

Und ein wichtiger Teil dieser Lösungen besteht darin,

  • dass sich Menschen aus verschiedenen Ländern kennenlernen und möglichst gut verstehen,
  • dass sie fremde Kulturen, Sitten und Religionen nicht als etwas Seltsames oder gar Bedrohliches empfinden, sondern als Bereicherung unserer gesamten Welt,
  • und dass sie eine gemeinsame Vision davon haben, wie unsere Welt jeden Tag ein bisschen besser und friedlicher gemacht werden kann.

Die vergangene Woche stand für euch ganz im Zeichen der Überwindung von Grenzen – gemeint sind damit persönliche Grenzen ebenso wie die Grenzen von Ländern. Der große Michael Jackson hat das in einem seiner Liedtexte so ausgedrückt:

„No messsage could have been any clearer,
if you want to make a better place,
then take a look at yourself
and then make a change“

Wem es jeden Tag mit einer Kleinigkeit gelingt, etwas besser zu machen, dem wird es eines Tages gelingen, auch etwas ganz Großes besser zu machen.

Nun möchte ich mich bei euch, den Teilnehmern unserer 1. Internationalen Jugendkonferenz sehr herzlich bedanken! Es war uns eine große Freude, euch bei uns ins Regensburg als Gäste zu haben. Ich hoffe sehr, dass ihr Lust habt, wieder einmal zu uns zu kommen. Ihr seid uns jedenfalls alle herzlich willkommen!

Mein großer Dank gilt auch allen, die in unseren Partnerstädten und auch hier, in der Regensburger Stadtverwaltung, an der Organisation und der Durchführung dieser Jugendkonferenz beteiligt waren. Sie alle haben einen wirklich großartigen Job gemacht.

Und nun sind wir sehr auf eure Abschlusspräsentation gespannt. Die Bühne gehört euch!