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Verleihung von Auszeichnungen im Rahmen des Künstlerempfangs

Laudatio von Oberbürgermeister Joachim Wolbergs zur Verleihung des Kulturpreises 2014, der Kulturpreise 2014 und des Universitätspreises 2014

- Es gilt das gesprochene Wort -

Laudatio von Oberbürgermeister Joachim Wolbergs zur Verleihung des Kulturpreises 2014 im Rahmen des Künstlerempfanges am 17. November 2014 an Peter W. Nikisch

Sehr geehrter Herr Nikisch, lieber Peter, ich freue mich sehr, Dir heute den Kulturpreis der Stadt Regensburg 2014 überreichen zu dürfen.

Als gebürtiger Regensburger bist Du Deiner Stadt immer treu geblieben. Du hast hier Soziologie und Psychologie studiert und warst seit den 1970er Jahren als Autor tätig:

Zunächst für das Satiremagazin „Pardon“, später für dessen Nachfolgezeitschrift „Titanic“. Und dann hat auch schon 1984 die Geschichte des „Statt-Theaters“ begonnen. Heute ist das Theater 30 Jahre alt und damit die älteste Kleinkunstbühne Regensburgs.

Du, lieber Peter, warst von Anfang an dabei: Du bist Gründer, Kopf und guter Geist dieses Theaters, das in unserer Stadt inzwischen zur Institution geworden ist.

Als Hauptakteur hat Peter Nikisch Gesicht und Außenwirkung dieser Bühne wesentlich geprägt:
Als Ensemble-Mitglied und begnadeter Kabarettist auf der Bühne und als verantwortlicher Geschäftsführer und Alles-Manager hinter den Kulissen sowie als Programmkoordinator für das umfangreiche Bühnenprogramm des Hausensembles und der vielen Gastkünstler und wohlbekannten Kabarettgrößen, die Regensburg auf Ruf des Statt-Theaters regelmäßig beehren.

Und: Peter Nikisch schreibt die Bühnenstücke für das Ensemble.

35 eigene Programme haben das Publikum in all den Jahren begeistert und vor allem vergnügt. Aber nicht nur die Intensität der Textarbeit beeindruckt mich und sein Publikum.

In den Stücken geht es um Politik und Gesellschaft, da wird das Zeitgeschehen aktuell kommentiert und Absurditäten, Missstände und Fehltritte genüsslich zerpflückt und wieder neu zusammengesetzt. Dein Augenmerk liegt dabei jedoch stets auf einem niveauvollen und qualitätsvollen Programm.

Du willst nicht moralisierend den Zeigefinger heben oder schulmeisterlich belehren, niemals wurde auf Deiner Bühne jemand beleidigt oder vorgeführt. Du hältst uns, dem Publikum, vielmehr einen Spiegel vor – was uns herzlich über uns selbst lachen lässt. Meines Erachtens macht das die ganz große Kunst aus!

„Bissig, treffend und perfekt“, meint da etwa auch die Landauer Neue Presse, „kabarettistische Unterhaltung auf höchstem Niveau“ findet die Mittelbayerische Zeitung. Die positive Medienresonanz und die immense Bestätigung aus den Reihen der Zuschauerinnen und Zuschauer geben Dir und Deinen Kollegen Recht und bestätigen die große Qualität Deiner Arbeit. Rund 350.000 Gäste wurden im Statt-Theater an unglaublichen 6.300 Veranstaltungstagen gezählt.

Das Kellergewölbe vermochte mit seinen 70 Sitzplätzen und der gemütlichen und intimen Atmosphäre stets lebendiges Theatervergnügen zu vermitteln. Wir hoffen, dass das auch noch sehr lange so bleibt!

Das aktuelle Programm aus Deiner Feder – zum 30-jährigen Bestehen des Statt-Theaters – nennt sich „Am Besten nichts Neues“. Auch wenn der Titel etwas Gegenteiliges fordert – das Regensburger Publikum ist jedenfalls froh, dass es immer wieder etwas „Neues Bestes“ im Statt-Theater zu erleben gibt!

Dafür gilt es Dir an dieser Stelle herzlich zu danken.

Bereits 1989, nur 5 Jahre nach Gründung des Theaters, wurden Du und Deine Kollegen für das Ensemble und die Kleinkunstbühne Statt-Theater mit dem Kulturförderpreis der Stadt Regensburg geehrt, im Jahr 2009 kam der Kulturpreis des Bezirkes Oberpfalz dazu.

Heute dürfen wir gemeinsam eine weitere Ehrung anschließen.

Durch Deine langjährige gezielte und effiziente Förderung der Kleinkunst und der regionalen Kleinkunstszene, durch Dein künstlerisches Wirken und Dein unermüdliches Engagement hast Du das kulturelle Leben dieser Stadt all die Jahre maßgeblich bereichert.

Mit der Verleihung des diesjährigen Kulturpreises der Stadt Regensburg soll die Wertschätzung Deiner Verdienste um die Stadt zum Ausdruck kommen. Es ist mir eine besondere Ehre, Dir, lieber Peter, den Kulturpreis der Stadt Regensburg für das Jahr 2014 im Namen des Stadtrats und der Stadt verleihen zu dürfen.

Ich darf Dir nun die Urkunde überreichen, die folgenden Wortlaut trägt: „In Würdigung seiner herausragenden Verdienste um das Kulturleben der Stadt verleiht die Stadt Regensburg Herrn Peter W. Nikisch den Kulturpreis 2014. „

 

Laudatio von Oberbürgermeister Joachim Wolbergs zur Verleihung des Kulturförderpreises 2014 im Rahmen des Künstlerempfanges am 17. November 2014 an den Verein Mittagsmusik in Niedermünster e.V.

Sehr geehrte Frau Kirchhoff, sehr geehrter Dompfarrer Scharf, liebe Frau Heß, lieber Herr Stemmle, liebe weitere Mitglieder des Vereins Mittagsmusik in Niedermünster e.V.,

Ihnen allen verdanken wir ein ganz besonderes Format und das Fortbestehen einer ganz wunderbaren Konzertreihe: „5 nach zwölf“ bereichert nun seit fast 15 Jahren das kulturelle Angebot in unserer Stadt.

Jede Woche, immer samstags und immer nach dem Angelusläuten – um exakt fünf Minuten nach 12 Uhr – gibt es in der konzentrierten Atmosphäre des Kirchenraumes in Niedermünster wunderbare Klänge zu erleben.

In den halbstündigen Konzerten kann man den Klang der Stimmen und Instrumente genauso wie den Raum auf sich wirken lassen. Es ist wohl genau diese Verbindung, die uns eine willkommene Abwechslung vom Alltag nehmen und uns in eine ganz besondere Welt eintauchen lässt.

Das Programm ist stets breit gefächert und präsentiert Wochenende für Wochenende aufs Neue eine bunte Palette an „Mittagsmusikern“. Diese kommen aus den ganz unterschiedlichen Stilrichtungen und haben sehr unterschiedliche Hintergründe: Da sind fortgeschrittene Schüler und Musikstudenten genauso wie semiprofessionelle Ensembles, Berufsmusiker und Philharmoniker zu hören, da sind Solodarbietungen, Kammermusikgruppen oder auch schon mal ganze Chöre vertreten.

Von Beginn an hat die Konzertreihe in Niedermünster großen Anklang und eine treue Zuhörerschaft gefunden. Im Jahr 2012 drohte dann die Einstellung des beliebten Formats – aus Kostengründen.

Sie haben dies zum Glück gemeinsam zu verhindern gewusst und einen Trägerverein gegründet, der nunmehr seit gut zwei Jahren für die Organisation der Konzerte verantwortlich zeichnet.

Durch Ihre Initiative und Ihr Engagement um ein ganz besonderes Kulturereignis haben Sie die „Mittagsmusik in Niedermünster“ im wahrsten Sinne des Wortes gerettet und sorgen dafür, dass diese mit großer Professionalität, einem qualitativ hochwertigen Programm und unermüdlichem Einsatz weitergeführt werden kann.

Sie kümmern sich – und das soll an dieser Stelle besonders unterstrichen werden – ehrenamtlich und mit außerordentlichem Einsatz um die vielfältigen Aufgaben und Organisationsbelange, die da anfallen:

Von der Programmplanung über die Betreuung der Musiker, von der Öffentlichkeitsarbeit bis hin zum Entwerfen der Programmhefte.

Und auch die auftretenden Künstlerinnen und Künstler musizieren ohne Gage – damit die Konzerte für uns – die Regensburgerinnen und Regensburger – und alle interessierten Zuhörerinnen und Zuhörer kostenfrei angeboten werden können.

Die stetig wachsenden Zuschauerzahlen und viele begeisterte Medienberichte bestätigen den Erfolg des Konzeptes und Ihrer beständigen und tollen Arbeit.

Durch Ihr Engagement kann die traditionsreiche Veranstaltungsreihe „5 nach zwölf“ weitergeführt werden – in ihrer musikalischen Vielfalt und nicht zu vergessen als beliebte und vielgenutzte Auftrittsmöglichkeit für Regensburger Musikerinnen und Musiker.

Dafür möchte ich mich bei Ihnen herzlich bedanken und ich freue mich sehr, Sie alle heute mit dem Kulturförderpreis der Stadt Regensburg auszeichnen zu dürfen.

Ich darf Ihnen nun die Urkunde mit folgendem Wortlaut überreichen: „In Anerkennung des besonderen Engagements für die Konzertreihe „5 nach zwölf“ verleiht die Stadt Regensburg dem Verein Mittagsmusik in Niedermünster e.V. einen Kulturförderpreis 2014.

 

Laudatio von Oberbürgermeister Joachim Wolbergs zur Verleihung des Kulturförderpreises 2014 im Rahmen des Künstlerempfanges am 17. November 2014 an Peter Lang

„Nicht jammern, Kulturjournal lesen.“

So formulieren Sie, verehrter Herr Lang, die einleitenden Zeilen auf der Website des „Kulturjournal Regensburg“ und beziehen sich dabei freilich auf das oft recht trübe Regensburger November-Wetter.

 „Das Kulturjournal ist Ihr Guide durch das reiche Kontrastprogramm zum nebelgrauen Alltagseinerlei!“ heißt es dort weiter.

Dem kann ich nur zustimmen und freue mich sehr, dass wir heute gemeinsam ein Stück dazu beitragen, diesen Novembertag ein Stück bunter zu machen.

Seit über acht Jahren – mit Beginn im Jahr 2007 – erscheint das Kulturjournal Regensburg nun bereits als kostenlose Zeitung für Kunst, Kultur, Freizeit und Tourismus. Das Monatsmagazin ist für Kulturinteressierte und auch für die Gäste der Stadt inzwischen ein unverzichtbarer Leitfaden durch das umfangreiche und dichte Veranstaltungsprogramm in Regensburg geworden.

Das Heft gibt Monat für Monat eine übersichtliche Zusammenschau über die vielen Kulturangebote, die zahlreichen Aktivitäten aller Genres und Sparten, darüber was in Regensburg zu sehen, zu hören und zu erleben ist und - es berichtet zudem vom aktuellen Geschehen in der Kunst- und Kulturszene.

Das „Kulturjournal“ zeigt das Kulturleben dieser Stadt in seiner ganzen Lebendigkeit und Bandbreite: In den „Stadtg‘schichten“ und den ausführlichen Interviews, im „Schaufenster“ und in „Made in Regensburg“, wo über Bücher, CDs und andere Neuerscheinungen aus und über Regensburg berichtet wird.

International gibt sich das Kulturjournal, wenn in der englischsprachigen Kolumne „Alien Corner“, Regensburger mit amerikanischer, britischer, australischer oder auch kanadischer und südafrikanischer Herkunft humorvoll und mit einem Augenzwinkern über Regensburger Eigenheiten und Eigenwilligkeiten erzählen.

Mir ist wichtig zu betonen, dass das Kulturjournal aber viel mehr als nur Informationsquelle ist:
Das Magazin ist nämlich auch Plattform und Forum, Unterstützer und Sprachrohr der regionalen Kulturakteure – der Veranstalter, der Künstlerinnen und Künstler, der Institutionen und Einrichtungen.

Als unabhängiges Medium gibt es neben den etablierten Kunstformen auch neuen Strömungen und Richtungen Raum.

Was besonders fasziniert sind Machart und Sprache: Fein geschrieben und wortgewandt sind diese Zeilen, wohl durchdacht und tiefgründig recherchiert die Texte.
Und der Stil: auch mal witzig und ironisch aber immer niveauvoll und sowieso eine Freude zu lesen!

Lieber Peter Lang, ohne Ihren beachtlichen persönlichen Einsatz, ohne Ihr feines Gespür und Ihre Neugierde, ohne Ihr Wissen über und Ihre Liebe zur Kultur wäre ein Magazin von diesem Niveau und von dieser Rezeption (das Heft wird im ganzen Landkreis gelesen!) nicht möglich.

Durch Ihre Arbeit und die Ihrer engagierten Mitwirkenden sind Sie ein wichtiger Förderer des kulturellen Lebens unserer Stadt – indem Sie dessen Vielfalt darstellen, dokumentieren und weiterentwickeln.

Vielen Dank für Ihr langjähriges Engagement für die Regensburger Kultur, bitte machen Sie genau so weiter! Ich darf Sie nun mit großer Freude mit dem Kulturförderpreis der Stadt Regensburg auszeichnen und Ihnen die Urkunde mit folgendem Wortlaut überreichen:

„In Anerkennung seines besonderen Engagements als Herausgeber des „Kulturjournal Regensburg“ verleiht die Stadt Regensburg Herrn Peter Lang einen Kulturförderpreis 2014.“

 

Laudatio von Oberbürgermeister Joachim Wolbergs zur Verleihung des Kulturförderpreises 2014 im Rahmen des Künstlerempfanges am 17. November 2014 an Stefan Giesbert Fromberger

Sehr geehrter Herr Fromberger, „Wesen aus einem Reich zwischen Wirklichkeit und Möglichkeit“ – so beschrieb etwa die Mittelbayerische Zeitung im Februar dieses Jahres die einzigartigen Fabelwesen, die Sie mit Ihren Skulpturen erschaffen.

„Dr. Kleinsorg“ und „Fräulein Hanussen“, „TollKühn“ oder „Der Kaiser von Tschinschapura“ nennen sich diese Geschöpfe zwischen Realität und Fiktion, die sich an der Welt der Spielzeuge, der Comics und oftmals auch des Science-Fiction orientieren.

Ihre Figuren, die von Ihnen erschaffenen „Charaktere“, drücken Ihre tiefgründige und unermüdliche Auseinandersetzung mit der Wahrnehmung der Realität aus, es scheint, sie wollten den Betrachter in eine Zwischenwelt versetzen, in der alles wahrscheinlich ist:

„Was ist real?“ Wie entwickelt sich Realität?“ und „Was wird als Realität akzeptiert und warum?“ – jene Fragen liegen Ihrer Arbeit zugrunde.

Fernando Botero, ein bekannter kolumbianischer Maler und Bildhauer, hat einmal gesagt: „Nicht die Abbildung der Wirklichkeit ist das Ziel der Kunst, sondern die Erschaffung einer eigenen Welt.“ Ich denke, das kann man gut und gerne so stehen lassen.

In zahlreichen Einzelausstellungen und Gruppenschauen sowie auf Kunstmessen waren und sind Ihre Werke zu sehen.

Deutschlandweit und weit über die Grenzen Bayerns hinaus haben Sie durch Ihr künstlerisches Schaffen auch Aufmerksamkeit auf unsere Regensburger Kunstszene gelenkt.

Seit über 10 Jahren sind Sie wichtiger Teil dieses Kreises und prägen die Szene durch Mitwirkung im KunstvereinGRAZ, im Kunstkaufhaus oder im Kunst- und Gewerbeverein Regensburg wesentlich mit.

Und hier bin ich auch schon beim nächsten Stichwort, das heute ja eine besondere Rolle spielt: Auszeichnung. Ehrung. Danksagung.

Bereits der Kunstpreis des Kunst- und Gewerbevereins oder der renommierte BLOOM Award by Warsteiner, eine wichtige Ehrung für Nachwuchskünstler, haben Ihr künstlerisches Wirken und Ihre nachhaltige Arbeit bestätigt und gebührend anerkannt. Dem wollen wir heute folgen.

Durch Ihr engagiertes Wirken, Ihre Liebe zum Experiment und zum Ungewissen sowie durch das Beschreiten immer neuer künstlerischer Wege tragen Sie zudem maßgeblich zur Weiterentwicklung der Regensburger Kunstszene bei und hinterlassen wertvolle künstlerische Spuren.

Dafür möchte ich mich an dieser Stelle herzlich bedanken und freue mich, Sie mit dem Kulturförderpreis 2014 auszeichnen und ein weiteres Mal ehren zu können. Ich darf Ihnen nun die Urkunde mit folgendem Wortlaut überreichen:

„In Anerkennung seiner besonderen künstlerischen Leistung auf dem Gebiet der Bildenden Kunst verleiht die Stadt Regensburg Herrn Stefan Giesbert Fromberger einen Kulturförderpreis 2014.“

 

Laudatio von Oberbürgermeister Joachim Wolbergs anlässlich der Verleihung des Universitätspreises 2014 im Rahmen des Künstlerempfanges am 17. November 2014

Sehr geehrter Herr Klemm, Sie verzeihen mir, wenn ich an dieser Stelle – bevor ich meine Worte gänzlich an Sie richte – noch kurz etwas zum Wesen dieser Ehrung, der Auszeichnung unserer jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sage.

In den vergangenen Monaten ist eine Diskussion um Prof. Josef Engert, den ehemaligen Namensstifter dieser Auszeichnung, entstanden und ob seiner Person im Nationalsozialismus eine belastende Rolle zuzuordnen wäre.

Wir haben dazu sorgfältige Recherchen eingeleitet, um hier zu einer tragfähigen Bewertung zu kommen.

Wir wollten in keinem Fall auf die Verleihung des Preises verzichten und haben uns deshalb entschieden, den Preis vorläufig „Universitätspreis“ zu nennen.

Ich freue mich sehr, diese Auszeichnung nun an ein ganz besonderes Projekt und an einen ganz außerordentlichen Wissenschaftler übergeben zu können.

Verehrter Herr Klemm, im Rahmen Ihrer Doktorarbeit an der Universität Regensburg haben Sie wirklich revolutionäre Erkenntnisse gewonnen, die nicht nur in wissenschaftlicher sondern auch in wirtschaftlicher Hinsicht für die Stadt Regensburg von großer Bedeutung sein können.

Wussten Sie, liebe Gäste, was die OLED-Technologie macht und was sie kann?

OLEDs sind organische Leuchtdioden, die in der Regel sehr teuere, metallorganische Molekülkomplexe verwenden, die Edelmetalle, wie Platin oder Iridium enthalten.

Herr Klemm hat durch seine Forschung einen Weg gefunden, wie diese teuren Bauelemente durch günstige, reine Kohlenwasserstoffkomplexe ersetzt werden können.

Herr Klemm, die von Ihnen entwickelten, neuartigen OLEDs haben aber noch einen Vorteil: Sie können die Energie über viele Größenordnungen länger speichern, und wandeln die eingesetzte Energie in weiterer Folge effizienter in Licht um.

Die Bedeutung dieser revolutionären Entwicklung fand nicht nur auf regionaler Ebene große Beachtung: Neben der führenden Chemiezeitschrift „Angewandte Chemie“ widmete auch das auflagenstärkste Wissenschafts- und Technikmagazin „IEEE Spectrum“ (mit einer Auflage von sage und schreibe 400.000 gedruckten Exemplaren!) dem Regensburger Forschungsprojekt einen gleich zweiseitigen Bericht.

Dies stellt für die Stadt Regensburg – im Rahmen ihrer fortschreitenden Entwicklung zu einem Zentrum der Lichttechnologie – und, wie es Prof. Dr. Lupton in seiner Würdigung an Sie ausdrückt „der europaweit einmaligen Einrichtung einer OLED Pilotproduktionslinie“ einen wichtigen Schritt dar – und zugleich einen entscheidenden standortrelevanten Beitrag.

Im Rahmen Ihrer transdisziplinären Teamarbeit haben Sie, Herr Klemm, mit einer außerordentlich großen Portion an Geduld und Disziplin, die Umsetzung dieser entscheidenden Anwendung verfolgt und damit wesentlich zum Gelingen des Projektes beigetragen.

Ich darf Ihnen im Namen der Stadt Regensburg von Herzen zur Auszeichnung mit dem Universitätspreis 2014 gratulieren und wünsche Ihnen weiterhin viel Durchhaltevermögen und Erfolg in Ihrem wissenschaftlichen Wirken und für die Weiterführung Ihres Projekts natürlich alles Gute.