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Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Oberbürgermeister a.D. Hans Schaidinger anlässlich des Festaktes zum Stadtfreiheitstag

- Es gilt das gesprochene Wort -

Laudatio von Oberbürgermeister Joachim Wolbergs zur Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Oberbürgermeister a.D. Hans Schaidinger anlässlich des Festaktes zum Stadtfreiheitstag am 15. November 2014 um 20 Uhr im Historischen Reichssaal des Alten Rathauses

Anrede

So berühmte und weltweit bekannte Persönlichkeiten stehen auf der Liste der Ehrenbürger der Stadt Regensburg, wie Otto von Bismarck, Paul von Hindenburg, Papst Benedikt XVI. und Franz Josef Strauß.

Heute wird die Liste der Ehrenbürger, die bislang 40 Persönlichkeiten umfasst, wieder um einen Namen länger. Hans Schaidinger heißt der jüngste, der 41. Ehrenbürger der Stadt Regensburg!

Lieber Herr Schaidinger, 18 Mal sind Sie auf diesem Platz gestanden, auf dem ich heute stehe, haben die Gäste begrüßt, die mit Ihnen den Stadtfreiheitstag feiern wollten, viele Hände geschüttelt und die Ehrungen der Preisträger vorgenommen. Wie fühlt es sich an, plötzlich im Publikum zu sitzen und selbst im Mittelpunkt einer Laudatio zu stehen? Sind Sie eigentlich froh darüber, dass Sie anschließend als Privatmann nach Hause gehen können und endlich wieder Zeit für sich, Ihre Hobbys und Ihre Familie haben? Oder juckt es Sie, der Sie 18 Jahre lang Oberbürgermeister dieser Stadt mit Leib und Seele waren, nicht doch ab und an, das Heft der Stadtpolitik wieder in die Hand zu nehmen?

Denn das war Ihnen immer wichtig: Das Heft in der Hand zu haben. Und Sie haben es sich auch nie entreißen lassen. Wie auch? Schließlich waren Ihr Gedächtnis, Ihre Kompetenz in Sachfragen und Ihre Detailkenntnis hier im Rathaus und auch außerhalb legendär.

Da konnte es durchaus mal vorkommen, dass Sie bei Besprechungen den zuständigen Sachbearbeiter korrigieren konnten und mussten und – in den allermeisten Fällen – sogar Recht behielten! Selbst Ereignisse, die Jahrzehnte zurücklagen, konnten Sie aus dem Gedächtnis minutiös genau abrufen. Ihnen konnte niemand ein X für ein U vormachen!

Dabei ist es Ihnen aber nie ums Rechthaben gegangen: Ihr Einsatz galt immer Ihrer Stadt und Ihren Bürgerinnen und Bürgern. In meinem Beitrag zum Regensburger Almanach 2014 habe ich geschrieben: „Regensburg und Hans Schaidinger waren eine Symbiose. Die Stadt ist mit ihm gewachsen und er mit ihr.“

Und das möchte ich auch heute noch einmal unterstreichen: Denn im gleichen Maße, in dem der wirtschaftliche Aufschwung der Stadt von statten ging, gewann Hans Schaidinger, den vor seiner Wahl im Jahr 1996 die allerwenigsten wirklich kannten, an Profil und an Biss.

Ein Wadlbeißer war er aber trotzdem nie. Da ließ er lieber anderen den Vortritt! Fühlte er sich aber durch Dummheit, Ignoranz, Unkenntnis und gespielte Naivität provoziert, konnte es durchaus passieren, dass in der einen oder anderen Sitzung das Temperament mit ihm durchging und er würdige Stadträte wie die Schulbuben abkanzelte, wenn sie sich ihm mit kritischen oder pseudokritischen Einwänden in den Weg zu stellen versuchten.

Denn seinen Weg hat er stets verfolgt, gradlinig und unbeeindruckt von Hindernissen.

Dass dabei sein ganzes Bemühen einmal der Stadt Regensburg gelten würde, war ihm dabei durchaus nicht in die Wiege gelegt worden, die bekanntermaßen ja in Freilassing in Oberbayern stand.

Da muss es also wohl das Studium der Volkswirtschaftslehre an der hiesigen Universität in den frühen 1970er-Jahren - und vielleicht auch das damit verbundene Studentenleben - gewesen sein, das ihm die Liebe zu Regensburg vermittelte. Denn bereits ein Jahr nach seinem Prädikatsexamen trat er in den Dienst der Stadtverwaltung ein. 1982 wurde er im Amt für Stadtentwicklung und Statistik zum Leiter der Abteilung Stadtentwicklung berufen und schon 1983 – mit 34 Jahren also – übernahm er dort die Amtsleitung. 1986 kam der Bereich der Wirtschaftsförderung hinzu.

Dass er 1990 auf eigenen Wunsch aus dem öffentlichen Dienst ausschied und Regensburg verließ, um Karriere in der freien Wirtschaft zu machen, sehen wir ihm mal als notwendige Kompetenzerweiterung für sein künftiges Amt als Oberbürgermeister nach. Denn 1996 wählten die Regensburgerinnen und Regensburger den bis dahin politisch völlig Unbekannten zum Stadtoberhaupt mit respektablen 51,2 Prozent ihrer Stimmen.

Als studiertem Volkswirt lag Schaidinger selbstverständlich die wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt vorrangig am Herzen, wusste er doch wie kein Zweiter, dass davon das Wohlergehen der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger entscheidend abhängt.

Erfolgreiche Wirtschaftspolitik schafft Arbeitsplätze. Eine gesicherte Arbeit macht zufrieden und bildet die Grundlage für persönlichen Wohlstand. Erfolgreiche Wirtschaftspolitik füllt aber auch die öffentlichen Kassen, schafft Raum für Investitionen in Infrastruktur, soziale Absicherung, Umweltschutz und kulturelle Angebote.

Diese Vision eines starken Wirtschaftsstandortes haben Sie, sehr geehrter Herr Schaidinger, konsequent und manchmal durchaus auch kompromisslos verfolgt - und das Wort „kompromisslos“ möchte ich hier keineswegs als Kritik verstanden wissen. Der Erfolg hat Ihnen auf der ganzen Linie Recht gegeben! Denn seit dem Mittelalter hat unsere Stadt keinen vergleichbaren Aufschwung mehr genommen wie in der Zeit unter Ihrer Führung. Deshalb konnten Sie in Ihrer letzten Neujahrsansprache im Januar 2014 auch mit großem Stolz darauf hinweisen, dass Regensburg bei der Entwicklungsdynamik auf dem ersten Platz unter allen 403 deutschen Städten und Landkreisen lag. Und nicht zu vergessen die Städtestudie der Wirtschaftswoche, die unserer Stadt bescheinigt, gemeinsam mit Wolfsburg, Erlangen und Ingolstadt zu den attraktivsten und wirtschaftlich erfolgreichsten Städten in Deutschland zu gehören.

Aber Sie haben stets auch über die Stadtmauern hinaus gedacht und gehandelt. Als Vorsitzender des Bayerischen Städtetages und als Vizepräsident des Deutschen Städtetages war es Ihnen lange Jahre immer ein Anliegen, die Sorgen und Nöte, aber auch die berechtigten Ansprüche der Kommunen ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken und diese Ansprüche vernehmlich gegenüber Bund und Land geltend zu machen.

Parteigrenzen waren für Sie dabei immer zweitrangig. Ob Christian Ude oder Ulrich Maly – beides SPD-Mitglieder und ihre persönlichen Freunde, um nur zwei Beispiele zu nennen: Ihre Loyalität galt auch diesbezüglich in erster Linie immer der Sache. Und wem Sie Ihren Respekt zollten, das machten Sie nicht von seiner parteipolitischen Gesinnung abhängig.

Diese angebliche Ignoranz gegenüber den Ansichten Ihrer Partei hat Ihnen natürlich nicht nur Bewunderung, sondern auch teilweise blanken Hass eingebracht. Sie haben das bewusst in Kauf genommen, denn Sie waren nie bereit, Ihre Überzeugungen einem Parteibuch unterzuordnen!

Ihre absolute Loyalität der Sache gegenüber habe auch ich zu spüren bekommen: Sie haben es mir als Ihrem Nachfolger und ehemaligen Konkurrenten im Wahlkampf 2008 leicht gemacht, mich in das Amt des Oberbürgermeisters einzufinden. Eine geordnete Übergabe der Amtsgeschäfte war Ihnen eine Herzensangelegenheit! Dafür möchte ich Ihnen noch einmal ausdrücklich „Danke“ sagen.

Hans Schaidinger, der durchsetzungsfähige Macher, der sture Entscheider, der Widerspruch nur ungern geduldet hat und gerne mit zynischer Verachtung auf andere herabblickte, die ihm in punkto Kompetenz nicht das Wasser reichen konnten. – Gerade in der letzten Phase Ihrer Amtszeit haben die Medien gerne dieses Bild von Ihnen gezeichnet. Aber auch ich habe Sie in der Vergangenheit wiederholt als unnachgiebig und hart erlebt. Da fiel es oft nicht leicht zu glauben, dass hinter der manchmal durchaus arrogant wirkenden Fassade ein Mensch mit viel Herzlichkeit und Humor steckte, der sich trotz eines übervollen Terminkalenders ganz persönlich um Belange von Bürgerinnen und Bürgern gekümmert hat, die sich hilfesuchend mit einem Anliegen an ihn gewandt haben.

Aber auch diesbezüglich haben Sie schnell die Spreu vom Weizen getrennt. Ihre Sachkenntnis und Ihre exzellentes Wissen über Ihre Stadt kamen Ihnen da sicherlich sehr zugute. Unberechtigte Forderungen haben Sie auf einen Blick entlarvt und vom Tisch gewischt, berechtigte aber konnten durchaus dazu führen, dass Sie die Angelegenheit persönlich in die Hand genommen und ganz unbürokratisch gelöst haben.

Für Ihre Verwaltung war das bestimmt nicht immer einfach. Unbürokratisches Handeln in einer bürokratischen Behörde – das stößt auf Widerstände und weckt Urängste, der Anarchie könnte dadurch möglicherweise Tür und Tor geöffnet werden. Auch ich habe in dem ersten halben Jahr meiner Amtszeit diese Erfahrung schon machen müssen.

Aber das waren immer nur Ausnahmefälle. Denn in Ihrer gesamten Amtszeit sind Sie immer loyal hinter Ihrer Verwaltung gestanden, selbst dann, wenn Sie damit Parteifreunde oder politische Gegner vor den Kopf gestoßen und sich damit nach außen hin nicht unbedingt beliebt gemacht haben.

Aber ums Sich-Beliebtmachen ist es Ihnen ja auch nie gegangen. „Es ist nicht meine Aufgabe als Oberbürgermeister, es allen recht zu machen. Es ist meine Aufgabe, es recht zu machen“, lautete Ihre Devise und Ihr Ziel war es nie, es sich auf Ihren Lorbeeren bequem zu machen. Denn mit der Bequemlichkeit hatten Sie es weiß Gott nicht.

Dieser Bequemlichkeit stand schon Ihr gewaltiges Arbeitspensum entgegen. Ihrer Sekretärin, die über der Koordination Ihrer Termine schier verzweifelte, gaben Sie den Ratschlag, doch eine Maschine zur Zeitverdoppelung zu erfinden. Und ich habe mir auch erzählen lassen, dass Ihnen Ihre Pressesprecherin einmal einen Zettel zugeschoben hat, auf dem zu lesen war: „Es ist schon fast Mitternacht. Alle sind müde. Sie sollten die Sitzung langsam beenden.“ Fakt ist wohl auch, dass Sie diese Botschaft lachend vorgelesen und dazu gemeint haben, Sie selbst seien aber noch gar nicht müde.“

Ihre Energie war gewaltig, ein kurzes Nickerchen im Auto genügte, um Sie wieder für einen mehrstündigen Sitzungsmarathon fit zu machen. Keine Frage, dass Sie solche Energieleistungen auch von Ihren Mitarbeitern erwarteten.

Nein, ein bequemer Zeitgenosse waren Sie wahrlich nicht! Sie haben sich selbst hohe Maßstäbe gesetzt und Ihre Erwartungen an sich und an andere hoch gesteckt. Die Worte „Was, das geht nicht? Das geht schon, da müssen Sie eben nur ein bisschen schneller arbeiten!“ sind von Ihnen kolportiert. Und wie vieles dann eben doch gegangen ist, in den vergangenen 18 Jahren, das beweist eine eindrucksvolle Chronik der Vorhaben, die während Ihrer Amtszeit verwirklicht worden sind!

Darunter zählen:

  • Die Ansiedlung des BMW-Werkes
  • und der Beginn der Entwicklungsmaßnahme Burgweinting – Beides fiel noch in Ihre Zeit als Leiter des Amtes für Stadtentwicklung

Dann als Oberbürgermeister:

  • Die Erweiterung der Universität
  • Der Bau des Uni-Klinikums
  • Die Expansion der Fachhochschule zur Ostbayerischen Technischen Hochschule
  • Der Ausbau des Standortes Regensburg zu einem Technologiestandort mit den Zukunftsclustern Biotechnologie, Informations- und Kommunikationstechnologie, Sensorik und Elektromobilität
  • Die Gründung der Energieagentur
  • Die Gründung von Biopark I und Biopark II und Biopark III
  • Die Ansiedlung und Erweiterung von Global Players wie Infineon, General Electrics, Gene Art, Maschinenfabrik Reinhausen, Osram, AVL, Händlmeier, BMW, Continental
  • Die Förderung mittelständischer Unternehmen
  • Die Einhausung der Westumgehung
  • Der Bau der Ostumgehung
  • Die Ernennung Regensburgs zum Weltkulturerbe der UNESCO
  • Der Zuschlag für ein Museum der Bayerischen Geschichte
  • Der Ankauf des ehemaligen Präsidialpalais am Bismarckplatz und der Umbau zu einem Haus der Musik, in dem die Sing- und Musikschule und das Kinder- und Jugendtheater des Theater Regensburg ein angemessenes gemeinsames Heim finden
  • Der Bau der Arena Regensburg
  • Die Sanierung der Steinernen Brücke
  • Städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen wie das Gelände der Nibelungenkaserne, Donaumarkt, Marina-Quartier und das Areal der Zuckerfabrik

Die Liste Ihrer Erfolge ist lang und könnte noch beliebig weitergeführt werden.

Was Ihnen bei allen bemerkenswerten Erfolgen aber nicht gelungen ist, sehr verehrter Herr Schaidinger, das ist der Bau eines Kultur- und Kongresszentrums, einer Einrichtung, die eine Stadt wie Regensburg dringend benötigen würde. Darüber konnten Sie durchaus auch Einigkeit mit den Regensburgern erzielen, nicht aber über die Frage des Standortes.

Denn da haben sie auf stur geschaltet, und das können sie gut, die Regensburgerinnen und Regensburger. Vielleicht haben Sie, vielleicht haben wir alle damals diese Bürgerinnen und Bürger unterschätzt, die sich nicht gerne sagen lassen, was sie zu tun und zu lassen haben. Und vielleicht haben Sie und mir damals ein bisschen zu sehr darauf vertraut, dass wir ja die besseren Argumente haben?

Es war eine Niederlage für Sie als Chef der Verwaltung und für Sie ganz persönlich. Aber entmutigen haben Sie sich dadurch nicht lassen, genauso wenig wie durch die desaströsen Folgen, die der Kauf der Hypo Alpe Adria nach sich zog, den Sie als Verwaltungsrat der Bayerischen Landesbank mit abgesegnet hatten. Immer wieder haben Sie damals betont, dass Sie die Entscheidung nach bestem Wissen und Gewissen und nach genauer Einsicht der Aktenlage getroffen haben.

Ich habe dies nie bezweifelt! Niemals hätten Sie einen Beschluss einfach durchgewunken ohne sich vorher mit der Sachlage vertraut gemacht zu haben.

Sie haben die Verantwortung für Ihre Fehlentscheidung übernommen, sind aber nicht zurückgetreten. Das war Ihre Art, Rückgrat zu zeigen. Man mag es gutheißen oder nicht - für den Menschen Hans Schaidinger war es wohl die einzig mögliche Alternative. Ein Rücktritt wäre für Sie einem Schuldeingeständnis gleichgekommen, hätte bedeutet, dass Sie Ihrer einmal übernommenen Verantwortung nicht gerecht geworden sind.

Stattdessen haben Sie die gesalzene Medienschelte und die Buhrufe der Öffentlichkeit in Kauf genommen. Dafür zolle ich Ihnen meinen Respekt, auch wenn ich selbst an Ihrer Stelle eine andere Entscheidung getroffen hätte.

Auch wenn es Ihnen nie vordergründig um Beifall gegangen ist, auch wenn Sie bewusst Kritik und Widerstände in Kauf genommen haben: Genauso heftig wie Sie sich über ungerechte Anschuldigungen in der Medienberichterstattung ärgern konnten, haben Sie sich über Lob und Anerkennung gefreut, vielleicht sogar dann am meisten, wenn es von Ihren engsten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kam. Denn ein gutes Arbeitsklima war Ihnen immer wichtig. Ein kleiner Scherz am Morgen, ein freundliches Lächeln und dazu vielleicht noch die Tatsache, dass Sie ein winziges Detail besser wussten – dann konnte der Tag mit Schwung und Elan beginnen, der oft erst in den späten Abendstunden, dann aber mit dem gleichen Schwung und Elan endete.

Dabei kam es nicht selten vor, dass Ihr Tag morgens mit der Fahrt zum Flughafen startete, anstelle des Mittagessens eine Besprechung im Bundeskanzleramt auf dem Programm stand und Sie gerade rechtzeitig am Nachmittag nach Regensburg zurückkamen, wo Sie nach einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz eine mehrstündige Stadtratssitzung geleitet haben, nur um dann schließlich noch zu einem späten Abendessen mit politischen Gästen zu eilen.

Ich kann Ihnen eines sagen: Ich habe jetzt ein ähnliches Tagespensum. Und ich habe in dem letzten halben Jahr selbst erfahren, wie viel Freude es macht, zu gestalten und Visionen zu realisieren. Aber ich habe auch zu spüren bekommen, wie anstrengend es ist, 14 Stunden oder vielleicht sogar noch mehr am Tag präsent zu sein, ganz unterschiedliche Aufgaben wahrzunehmen, Verantwortung zu tragen und dieser Verantwortung auch gerecht zu werden.

Sie haben große Fußstapfen hinterlassen. Es ist nicht leicht, sie auszufüllen und gleichzeitig die eigenen Schwerpunkte zu setzen. Auch wenn ich nicht in allen Punkten mit Ihnen übereinstimme und meine eigene Linie verfolgen werde, werde ich Sie immer ein Stück weit als Vorbild sehen und als Ansporn, unsere Stadt noch besser, noch erfolgreicher, noch lebens-, noch liebenswerter zu machen.

Aber ich stehe erst am Anfang meiner Laufbahn als Oberbürgermeister der viertgrößten bayerischen Stadt. Wenn im Jahr 2032 – also in 18 Jahren - auf mich eine ähnliche Laudatio gehalten würde, dann hätte ich viel Grund so richtig stolz zu sein.

Sie, sehr verehrter Herr Schaidinger, sind der 41. Ehrenbürger der Stadt Regensburg. Sie haben diese Stadt geprägt wie kein Zweiter vor Ihnen. Sie haben Großes bewirkt! Ich zolle Ihnen auch im Namen der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt in großer Dankbarkeit meinen Respekt für Ihre Lebensleistung!