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Richtfest für den Neubau der Dreifachsporthalle des Albertus-Magnus-Gymnasiums

- Es gilt das gesprochene Wort -

Rede des Oberbürgermeisters der Stadt Regensburg, Herrn Hans Schaidinger, anlässlich des Richtfestes für den Neubau der Dreifachsporthalle des Albertus-Magnus-Gymnasiums am Donnerstag, den 03. April 2014, 11 Uhr.

Anrede,

Ich freue mich sehr, heute mit Ihnen gemeinsam das Richtfest zum Bau der neuen Dreifachsporthalle für das Albertus-Magnus-Gymnasium feiern zu dürfen.

Am 31. Juli 2013 feierten wir an dieser Stelle mit dem symbolischen „Ersten Spatenstich“ den Beginn der Gesamtbaumaßnahme.

Gesamtbaumaßnahme deshalb, weil die Errichtung dieser Dreifachsporthalle nur den 1. Bauabschnitt darstellt.

In einem weiteren 2. Bauabschnitt soll dann der gesamte Schulkomplex generalsaniert und anschließend sollen die Freisport- und Außenanlagen mit Pausenhof überarbeitet werden.

Nachdem die ursprünglich vorhandenen – beinahe 50 Jahre alten Einzelsporthallen – abgewirtschaftet waren und eine Sanierung aus bautechnischer und wirtschaftlicher Sicht nicht mehr zielführend war, beschloss der Stadtrat im November 2012 den Abbruch der beiden Einzelsporthallen und den Neubau der Dreifachsporthalle an gleicher Stelle.

Das Amt für Hochbau und Gebäudeservice wurde mit der Planung für die Dreifachsporthalle beauftragt.

Nachdem die Sporthalle außer für den Schulsport auch für Veranstaltungen der Schule wie Konzerte, Theateraufführungen, Abiturprüfungen und Abiturverabschiedungen genutzt werden soll wurde die Turnhalle als Versammlungsstätte geplant - (Personenzahlbegrenzung bis max. 400 Personen).

Die beengten Platzverhältnisse waren für die Planer eine Herausforderung wegen der räumlichen Nähe des Schulgebäudes. Denn es musste sichergestellt sein, dass die erdgeschossigen Unterrichtsräume ausreichend belichtet bleiben und die vorgeschriebenen Abstandsflächen zu den angrenzenden Grundstücken eingehalten werden und das bei einer Halle, die mehr Fläche beansprucht und über eine größere Höhe verfügt als die alte.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wird die neue Halle nach dem Entwurf des Hochbauamtes über zwei Meter tief eingegraben, so das nur ca. 40 % des Gebäudevolumens wahrnehmbar und die restlichen 60 % unterhalb des Geländeniveaus bleiben, wo sie als Gebäudesockel bzw. Pausenfläche nutzbar sein werden.

Im Untergeschoss, auf Ebene der Sporthalle und des Konditionsraumes befinden sich die Geräteräume, die Umkleide- und Duschbereiche, Lehrerumkleiden sowie die Technik- und Lagerflächen. Über einen Stichflur ist das UG der Sporthalle mit dem Treppenhaus der Schule verbunden und ermöglicht so einen witterungsgeschützten Übergang von der Schule in die Sporthallen.

Sehr wichtig ist uns auch, dass die Hallen behindertengerecht über eine Rampe und einen Aufzug erschlossen werden. Ein weit auskragendes Vordach schafft eine überdeckte Zugangs- und Pausenhoffläche.

Im Erdgeschoss werden der Eingangsbereich, eine kleine Zuschauergalerie mit einer Sitzbankreihe, die Behinderten- und Besuchertoiletten sowie der Hallenwartraum angeordnet. Die Eingangssituation wird zudem sehr transparent gestaltet und bietet dadurch freien Blick ins Sporthalleninnere.

Die Sporthalle ist mit Trennvorhängen – auch über die Galerie (Akustik) – in Hallendrittel abteilbar.

Jedes Hallendrittel ist separat über Fenster in der Südfassade (Zuluft) und Oberlichtsheds (Abluft) natürlich und witterungsunabhängig zu belüften.

Eine mechanische Be- und Entlüftungsanlage wird die Aufenthaltsqualität in den Hallen bei jeder Witterung entscheidend steigern. Die Gesamtluftleistung im „normalen Schulbetrieb“ beträgt bis zu 10.000 cbm/h, was einem ca. 1 – fachen Luftwechsel / Stunde entspricht. Die Luftmenge kann für Veranstaltungen auf 12.000 cbm/h (entspricht 1,3-fachen Luftwechsel erhöht werden.

Die nördliche Dachfläche erhält im einsehbaren Bereich - im Sichtfeld der Schulklassen - eine extensive Begrünung.

Die Planung der Sporthalle setzt die Vorgaben der EnEV 2012 sowie das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) 2012 um.

Für die Bauzeit inklusive Auslüftzeiten und Technikeinstellungen werden eineinhalb Jahre angesetzt – so dass mit der Fertigstellung bis zum Fasching 2015 zu rechnen ist.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, die Kosten für diese Dreifachsporthalle werden sich auf 6,7 Millionen € belaufen. Dazu kommen noch Ausstattungskosten in Höhe von 300.000 €.

Mit dieser Investition von 7 Mio. € setzten wir – in der Verantwortung als Sachaufwandsträger – ein weiteres deutliches Zeichen für den hohen Stellenwert, den die Schulen und insbesondere der Schulsport in unserer Stadt innehaben.

Dass die vergangenen und kommenden Monate nicht völlig lautlos über die Bühne gehen können, ist klar. Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Schulleitung und nicht zuletzt der Hausmeister werden bis zum Abschluss der Arbeiten mit der ein oder anderen Beeinträchtigung leben müssen.

Aber mit ein wenig Gelassenheit und Geduld und vor allem mit Blick auf das Ergebnis, lässt sich bestimmt manche Störung leichter verkraften. Durch die Nähe der Baustelle konnten die Schüler und Schülerinnen hautnahe den täglichen Bau-fortschritt beobachten.

Ich freue mich auf den Moment, an dem sich die neue Sporthalle mit Leben füllen wird und wir sie ihrer Bestimmung übergeben können.

Das Richtfest ist in erster Linie ein Fest der Bauschaffenden und so möchte ich die Gelegenheit auch dazu benutzen, mich bei allen am Projekt Beteiligten persönlich für die hervorragende Arbeit zu bedanken.

Ich danke dem Ingenieurbüro Augustin für die durchaus anspruchsvolle Tragwerksplanung, sowie den Ingenieurbüros Hieger und Zimmermann, die den gesamten technischen Bereich projektieren.

Von den ausführenden Firmen hat die Baufirma Rödl & Herdegen die Rohbauarbeiten übernommen und termingerecht fertiggestellt. Die Dachkonstruktion mit den 40 Meter langen Stahlträgern wurde von der Stahlbaufirma Göttler aus Saal geliefert.

Inzwischen hat auch die Firma MF-Fassaden GmbH aus Bautzen mit dem Fassadenbau und die Firma Schüngel aus Altenburg mit den Spenglerarbeiten begonnen.

Alle Firmen sichern eine termingerechte Abwicklung zu – dafür herzlichen Dank.

An diesem Projekt und seinem guten Gelingen wirken auch eine Vielzahl von Ämtern und Dienststellen mit.

Ihnen allen, ganz besonders Herrn Kühn vom Amt für Hochbau und Gebäudeservice der für die gesamte Planung und Projektleitung verantwortlich ist meine Anerkennung.

In diesem Sinne wünsche ich den Bauschaffenden weiterhin ein gutes Gelingen sowie einen zügigen und unfallfreien Verlauf der weiteren Bauarbeiten.

Vielen Dank.