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Preisträgerkonzert Jugend musiziert

-Es gilt das gesprochene Wort-

Sehr geehrter Herr Dr. Gingele,
sehr geehrter Herr Graef-Fograscher,
sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Teilnehmer,

Mein herzlicher Dank gilt Ihnen beiden.

Herr Dr. Gingele macht als Hausherr dieses Konzert seit vielen Jahren möglich. Neben dem Kunstgenuss gibt es im Anschluss traditionell einen kulinarischen Genuss – das ist weder selbstverständlich, noch bei anderen Preisträgerkonzerten üblich. Sie danken den jungen Musikern dadurch auf besondere Weise und sprechen ihnen eine Anerkennung abseits von Urkunden und Worten aus.

Bei Herrn Graef-Fograscher als den Leiter unserer städt. Sing-und Musikschule bedanke ich mich für die hervorragende, langjährige Organisation.

Als Bürgermeister verantwortlich für die Schulen in Regensburg bin ich stolz auf „meine“ Schülerinnen und Schüler! Was diese wieder auf die Beine gestellt haben, verdient allerhöchste Achtung und Anerkennung.

Diese exzellenten Leistungen in einer noch nie dagewesenen Menge und Dichte wurden trotz der immer wieder beklagten erhöhten Belastung durch das G8 erbracht. Interpretiert man die Statistiken des Wettbewerbs richtig, dann hat G8 die Schüler in den letzten Jahren eher beflügelt als gehemmt.

Allerdings weiß ich auch, dass insbesondere bei den Ensemble-Wertungen die Schwierigkeiten, Gruppen zu bilden und Probentermine zu finden enorm groß sind. Gerade deswegen bin ich Eltern und den Instrumentallehrern so dankbar, dass sie pfiffige Lösungsmöglichkeiten suchen und finden und es immer wieder aufs Neue schaffen, ihre Schülerinnen und Schüler für den Wettbewerb zu motivieren und auf den Punkt hin vorzubereiten.

Ich habe den Wettbewerb in den letzten 18 Jahren gerne begleitet und mich an seiner Entwicklung gefreut: Wahrgenommen und beobachtet habe ich ein großes Maß an Freude, Idealismus, Hoffnung, Gemeinschaftlichkeit, ehrenamtliches Engagement und eine deutlich wachsende Anzahl von jungen Menschen, die aus den ersten Versuchen der jüngsten Altersgruppe im Verlaufe der Jahre über sich selbst hinauswachsen und heute bereits führende Positionen in deutschen Kulturorchestren bekleiden. Und das sind keine Einzelfälle.

Aber „Jugend musiziert“ ist nicht nur „Anne Sophie Mutter“ oder – um im regionalen Bereich zu bleiben „Benedikt Stromayer“ – „Jugend musiziert“ ist ein Zuhause für viele jungen Musiker, die Musik als Hobby betreiben und den Wettbewerb als einen wichtigen Teil ihrer persönlichen Entwicklung betrachten.

Ich möchte euch heute daher nicht nur für 1., 2. und 3. Preise gratulieren, sondern vor allem dafür, dass ihr euch dem Wettbewerb gestellt habt und bis zum heutigen Tag durchgehalten habt.

Ich halte allen zum Landeswettbewerb weitergeleiteten – und das sind immerhin 56 von knapp 190 Teilnehmern – die Daumen und möchte all diejenigen, die es in dem Jahr noch nicht geschafft haben trösten: nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb, der nächste kommt bestimmt und damit eine neue Chance und ein neuer Anlauf.