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Eröffnung Verwaltungsgebäude Bayerische Staatsforsten

-Es gilt das gesprochene Wort-

Grußwort von Bürgermeister Gerhard Weber zur Eröffnung des umgebauten Verwaltungsgebäudes der Bayerischen Staatsforsten in der Tillystraße 2 am 18. März 2010 um 18 Uhr

Anrede

Es ist noch nicht ganz fünf Jahre her, da haben wir uns mit Ihnen über die Gründung der Bayerischen Staatsforsten gefreut. Mit noch mehr Freude hat uns allerdings die Entscheidung erfüllt, die Zentrale dieses Unternehmens in Regensburg anzusiedeln.

Unser Oberbürgermeister Hans Schaidinger, dessen herzliche Grüße ich Ihnen überbringe, hat damals gesagt – ich zitiere: „Mit Regensburg haben Sie für den Sitz Ihres Unternehmens eine gute Wahl getroffen!“

Diese Aussage kann ich im Jahr 2010 nur bekräftigen. Regensburg ist als Standort für jedes Unternehmen eine gute Wahl! Denn dieser Standort hat Zukunft!

Bei einem Ranking des „manager magazin“, das Ende 2009 veröffentlicht wurde, werden unserer Stadt nämlich hervorragende Entwicklungsperspektiven bescheinigt. Unter rund tausend Regionen und Städten in der gesamten Europäischen Union landete Regensburg auf einem begeisternden Platz 8, noch vor Metropolen wie Paris oder Amsterdam.

Noch vor zwei Jahren hatte unsere Stadt beim gleichen Zukunftstest Rang 77 belegt – ein Ergebnis, das sich durchaus auch sehen lassen konnte, wenn man in Betracht zieht, gegen welche Konkurrenz sich Regensburg behaupten musste.

Regensburg ist ein interessanter Standort für engagierte Unternehmen und für qualifizierte Arbeitnehmer, denn zu optimalen Produktions- und Arbeitsbedingungen gesellt sich ein überaus lebenswertes Umfeld – eine gelungene Mischung aus Natur und Kultur.

„Regensburg liegt gar schön“ – hat Johann Wolfgang von Goethe einmal gesagt. Und dies gilt heute noch genauso wie damals. Unsere Stadt ist eingebettet in eine überaus vielfältige Naturlandschaft.

Wälder spielen dabei eine wichtige Rolle und viele Regensburger nutzen ihre Nähe in ihrer Freizeit zum Wandern, Pilze suchen oder einfach zur Erholung. Die Staatswälder der Forstbetriebe Kelheim und Burglengenfeld reichen ja bis wenige Kilometer vor die Tore der Stadt. Ich denke, ich übertreibe nicht, wenn ich sage, das städtische Lebensgefühl in Regensburg ist geprägt von der Nähe zur Natur.

 „Wald ist überflüssig. Auf anderen Planeten gibt es auch keine Bäume,“ Diese Worte des brasilianischen Politikers Gilberto Mestrino, die ich einmal gelesen habe, können nur sarkastisch gemeint sein. Leider spiegeln sie aber die Einstellung derer wider, die rigoros die Regenwälder Süd- und Mittelamerikas aus kommerziellen Gründen abholzen und dabei vergessen, dass es Leben auf unserer Erde ohne unsere Wälder nicht geben kann.

Aus diesem Grund muss der Umgang mit unseren Wäldern genauso sorgfältig sein wie der Umgang mit unserem kulturellen Erbe.

Dass wir unser kulturelles Erbe schützen können, das haben wir hier in Regensburg gezeigt. Denn nicht von ungefähr hat die UNESCO unsere Altstadt mit Stadtamhof mit dem Welterbe-Titel geadelt. Unsere Stadt stellt tagtäglich unter Beweis, dass die Synthese aus Bewahren und Weiterentwickeln gelingen kann.

Und genau um diese Synthese geht es auch Ihnen: Der Wald ist nicht nur ökologisch wertvoll. Er bietet nicht nur vielen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum, den Menschen Platz für Sport und Erholung, ist der wichtigste Sauerstofflieferant und sorgt darüber hinaus auch noch für ein gutes Klima.

Er ist auch Holzlieferant und Produktionsraum.

Mit über 200 000 Arbeitsplätzen stellt die Holzwirtschaft in Bayern einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar.

Die Bayerischen Staatsforsten sind mit rund 2 900 Beschäftigten der größte Forstbetrieb in Bayern. Und auch wenn 41 Ihrer Forstbetriebe dezentral die bayerischen Wälder bewirtschaften – mit der Zentrale schlägt Ihr Herz in Regensburg!

Mehr als 120 sichere Arbeitsplätze sind hier in der Tillystraße im 1968 errichteten Gebäude der ehemaligen Oberforstdirektion entstanden. Nach dem Umbau arbeiten die hier Beschäftigten in einem modernen Haus. Vom neu errichteten Logistik-Zentrum aus werden Holzlieferungen in ganz Bayern gesteuert. In das traditionelle Gewerbe des Försters hat die Technik Einzug gehalten.

Doch moderne Technik schließt Werkstoffe mit Tradition nicht aus. Auch das stellt dieses neu sanierte Gebäude eindrucksvoll unter Beweis:

Der Boden, auf dem wir hier stehen ist – wie alle Böden hier – aus heimischer Eiche gefertigt. Und genauso sind die Türen, Fenster und die Fluchtbalkone aus Holz und damit aus nachwachsenden Rohstoffen gebaut. All diese Hölzer stammen aus heimischer Produktion, aus Bäumen, die in Bayern gewachsen sind. Das Holz wurde in Bayern weiter verarbeitet. Es hat in Bayern - und natürlich auch hier in Regensburg - Arbeitsplätze gesichert.

Die Arbeitsplätze, die hier in diesem Gebäude in der Tillystraße entstanden sind, sind modern und funktional. Dass sie Bestand haben werden, davon gehe ich aus.

Ich wünsche Ihnen allen, die Sie hier arbeiten, auch künftig viel Erfolg. Ich bin mir sicher, dass Sie sich hier in diesem Gebäude genauso wie in unserer Stadt wohlfühlen werden.