Navigation und Service

Verabschiedung und Amtseinführung des Ortsbeauftragten des THW

-Es gilt das gesprochene Wort-

Rede von Bürgermeister Joachim Wolbergs zur Verabschiedung des Ortsbeauftragten des THW Regensburg, Stefan Kraus, und der Amtseinführung des neuen Ortsbeauftragten, Dominik Kastaun, am 23. Oktober 2009, um 16 Uhr, im Runtingersaal

Anrede

Es ist mir eine Freude, in Vertretung von Herrn Oberbürgermeister Schaidinger anlässlich der Verabschiedung des Ortsbeauftragten des Technischen Hilfswerkes Regensburg, Herrn Stefan Kraus, sowie der Amtseinführung des neuen Ortsbeauftragten, Herrn Dominik Kastaun, zu Ihnen sprechen zu können

Die Aufgaben des Technischen Hilfswerkes sind seit der Gründung im September 1950 die Gefahrenabwehr und die technische Hilfe im Zivilschutz sowohl in Deutschland als auch im Ausland. Seit über vierzig Jahren können die Stadt Regensburg und das THW auf eine konstruktive Zusammenarbeit zurückblicken. Damals, 1967, übernahm das THW die Bergungsbereitschaft für die Stadt Regensburg, womit die Grundlage für die ausgezeichnete Zusammenarbeit gelegt wurde.

Wie alles im Verlauf der Zeit, haben sich auch die Anforderungen an das Technische Hilfswerk verändert. Der humanitäre Leitgedanke, der zur Gründung des THW führte, ist geblieben, aber die technische Weiterentwicklung ging stetig voran.

Und auch auf organisatorischer Ebene hat sich einiges getan. Wie sich die meisten von Ihnen vielleicht noch erinnern können, wurde das THW in den Jahren 1994 und 1995 komplett umgestaltet. Die Geschäftsstelle Regensburg wurde aufgelöst und in die Geschäftsstelle Straubing integriert

Der persönliche Kontakt und die direkte Verbindung zum THW Regensburg blieben davon aber völlig unbeeindruckt. Trotz der Umgestaltung konnte die Zusammenarbeit zwischen THW und Stadt erfolgreich fortgeführt werden.

Albert Schweitzer hat einmal gesagt: „Über alles Geistige und Intellektuelle, über Philosophie und Theologie erhaben ist die Hilfsbereitschaft von Mensch zu Mensch, die Aufgabe Bruder zu sein.“

Und so ist es sehr bemerkenswert, dass das THW bundesweit über 80 000 Mitglieder zählt und das auf ehrenamtlicher Basis.

Dieser gemeinnützige Dienst den die freiwilligen Helfer beim THW verrichten ist keineswegs eine Selbstverständlichkeit.

Wir müssen dankbar sein, dass es so viele Bürgerinnen und Bürger gibt, die bereit sind, sich für andere einzusetzen. Sie haben sich alle dazu bereit erklärt, anderen zu helfen, egal wann und wo Hilfe gebraucht wird.

Denn jeder sollte sich bewusst machen, wie schnell es dazu kommen kann, selbst einmal diese Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen.

Das Technische Hilfswerk war für die Stadt Regensburg stets eine aktive Unterstützung in allen Schlüsselbereichen des Katastrophenschutzes. Als zuverlässiger und unersetzlicher Partner der Stadt Regensburg hat sich das THW als Katastrophenschutzbehörde den Dank der Stadt verdient.

Seit 2006 sind uns Überschwemmungen durch Hochwasser - Gott sei Dank - erspart geblieben. Die Hochwasser in den Jahren davor verlangten jedoch immer wieder nach der Hilfe und Unterstützung durch die Mitglieder des THW. Die Zusammenarbeit mit der Stadt hat in diesen Situationen immer hervorragend geklappt.

Nicht nur bei Hochwasser benötigte die Stadt die Unterstützung des THW, auch der Papstbesuch im Jahr 2006 stellte eine große Herausforderung für die Helfer des Technischen Hilfswerkes dar. Und das möchte ich ganz deutlich unterstreichen: Ohne die Hilfe des THW hätte dieses Großereignis nicht so reibungslos durchgeführt werden können!

Aber nicht nur in Regensburg selbst sind die Mitglieder des THW aktiv, immer wieder unterstützen auch Regensburger THWler Einsätze in anderen Krisengebieten oder bei Großveranstaltungen in ganz Deutschland.

Sehr geehrter Herr Kraus, ich danke Ihnen für ihren Einsatz, den sie im Namen des Technischen Hilfswerkes für die Stadt Regensburg erbracht haben und die aktive Unterstützung in ihrer Rolle als Ortsbeauftragter. Ein Amt wie dieses inne zu haben, bedeutet viel Verantwortung.

Einen Ortsverband in eigener Verantwortung zu leiten, sich um die Einsatzbereitschaft und die Ausbildung der Mitglieder zu kümmern und außerdem noch die Organisation der Einsätze des THW zu übernehmen, fordert außerdem auch viel Zeit.

Ihr Nachfolger, Dominik Kastaun, wird – da bin ich mir sicher - das Erbe seiner Vorgänger weiter bewahren und seine Vorstellungen in die Leitung des Ortsverbandes zielsicher einbringen. Das wird die Kontinuität der guten Zusammenarbeit mit der Stadt Regensburg weiterhin fördern und dazu beitragen, dass die Jugend auch weiterhin für die Übernahme von sozialer Verantwortung begeistert werden kann.

Sehr geehrter Herr Kastaun, ich freue mich sehr, dass Sie sich der Aufgabe als neuer Ortsbeauftragter stellen. Zur Erfüllung dieser Aufgaben steht die Stadt Regensburg als Partner und Förderer hinter Ihnen.

Denn das Ziel steht fest: Das THW soll und muss weiterhin ein erfolgreicher Bestandteil der örtlichen Gefahrenabwehr und der Bewältigung von Schadensereignissen der Stadt Regensburg sein.