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Amtseinführung Prof. Strothotte

-Es gilt das gesprochene Wort- 

Grußwort von Bürgermeister Gerhard Weber anlässlich der Amtseinführung von Prof. Strothotte, Rektor der Universität Regensburg, am 28. April 2009


Anrede!

Es ist mir eine große Ehre, Sie, sehr geehrter Herr Professor Strothotte namens der Stadt Regensburg als neuen Rektor der Uni Regensburg hier in unserer Stadt willkommen heißen zu dürfen. Ich entbiete Ihnen unsere guten Wünsche auch im Auftrag unseres Oberbürgermeisters Hans Schaidinger, der wegen eines nicht verschiebbaren Sitzungstermins heute leider nicht teilnehmen kann. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen und bieten Ihnen unsere Unterstützung in Ihrem neuen, hohen Amt an.
Sie haben sich bestimmt gefragt, in welche Stadt komme ich da?

Jeder sechste Regensburger ist Student oder Studentin.
Welche Stadt kann dies von sich behaupten?

Diese Zahl  macht mehr als deutlich, in welcher Stadt Sie in den nächsten Jahren tätig sein werden und welche Bedeutung Ihre neue Aufgabe nicht nur für die Universität Regensburg, sondern für die ganze Region hat.

Sie übernehmen als Rektor der Universität eine äußerst anspruchsvolle Aufgabe, und dies in mehrfacher Hinsicht.

Zum einen hat sich Ihr Vorgänger Prof. Zimmer während seiner Amtszeit sehr um die Profilbildung und um die nationale wie internationale Reputation der Universität Regensburg verdient gemacht und hinterlässt sozusagen große Fußstapfen.
Zum anderen wird es in den nächsten Jahren darauf ankommen, bei steigenden Studentenzahlen den steigenden Ansprüchen an eine Universität gerecht zu werden. Ich nenne nur beispielhaft den doppelten Abiturjahrgang 2011.
Und zum dritten gilt es, die Uni Regensburg nicht nur baulich zu sanieren und zu vervollständigen, sondern auch ihre bisher schon bemerkenswerten Leistungen in Forschung und Lehre weiterzuentwickeln.

Diesen Herausforderungen werden Sie sich in den nächsten Jahren in Regensburg stellen müssen oder dürfen, und ich hoffe, dass Sie schon nach kurzer Zeit in Regensburg das Dürfen dem Müssen den Vorzug geben.

Denn mit dem Rektorat an der Universität Regensburg ist nicht nur die herausfordernde, zeitintensive und verantwortungsvolle Aufgabe der Hochschulleitung verbunden, sondern die Möglichkeit, aktiv an der Entwicklung einer ganzen Region mitzuarbeiten und dies in einer sehr entscheidenden und prägenden Funktion, wozu ich Sie herzlich einlade.

Die Bedeutung das Alma mater ratisbonensis für Regensburg und den gesamten ostbayerischen Raum kann man nicht hoch genug einschätzen und somit auch Ihre Möglichkeiten als Rektor.

Denn was wäre Regensburg und die Region heute, wenn wir in den 60ger Jahren nicht die vierte bayerische Landesuniversität bekommen hätten?

Die Antwort auf diese Frage möchte ich mir heute nicht mehr vorstellen müssen. Denn weder aus wirtschaftlicher noch kultureller Sicht wäre der Aufschwung Regensburgs und der ganzen Region in den letzten 25 Jahren annähernd so verlaufen, wie er sich heute darstellt, wenn es die Uni nicht gäbe.

Aus einer Stadt, in der noch in den 60er und 70er Jahren kaum von einer industriellen Prägung gesprochen werden konnte, ist einer der Top Technologiestandorte in Bayern und Deutschland entstanden. Dass sich Unternehmen wie BMW, Siemens VDO Automotive – heute Continental, OSRAM Opto Semiconductors, AMGEN, Antisense Pharma oder General Electric am Standort Regensburg mit erheblichen Produktions- und Entwicklungskapazitäten angesiedelt und entwickelt haben, wäre ohne die Universitätsgründung in den 60ern nicht denkbar gewesen. Ebenso wenig wie das breite kulturelle Angebot, das die Stadt heute alt und jung bieten kann.

Wie bereits eingangs gesagt:

Jeder sechste Regensburger ist Student oder Studentin.

Diese hohe Dichte an Studierenden, die nur von ganz wenigen Universitätsstädten übertroffen wird, ist im täglichen Leben in der Stadt Regensburg überall spürbar – auch, aber bei weitem nicht nur, beim Nachtleben. Das alte Regensburg ist durch die Studenten zu einer jungen Stadt geworden und zu einer Stadt, in der Studenten und Mitarbeiter der Uni sehr gern leben.

Das enge Miteinander der Universität Regensburg mit der Regensburger Bürgerschaft wird an vielen Stellen deutlich und ist für diese von eminenter Bedeutung.

Gut 40 Jahre nach ihrer Gründung hat sich die Universität wissenschaftlich freigeschwommen, ist in der Welt der Wissenschaften in vielen Bereichen international profiliert und hat seit geraumer Zeit die Luft, sich nach Außen zu öffnen.

Dies wird unter anderen mit der engen Kooperation mit der Wirtschaft und der Stadt Regensburg deutlich. Ich denke hier an die Themen BioPark, Sensorik, IT- Sicherheit oder Osteuropaforschung. Aber auch an das aktive Stiftertum in Regensburg und damit stark verbunden an die in Deutschland einzigartig gebündelte Kompetenz im Bereich der Immobilienwirtschaft.

Regensburg ist in den letzten 25 Jahren von der Stadt mit Universität zu einer echten Universitätsstadt mutiert und möchte diesen Weg der engen und freundschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Universität und Stadt nicht mehr missen und verlassen.

Dabei haben wir schon viel erreicht, aber es gibt noch genug Aufgaben, die schon in naher Zukunft gemeinsam in Angriff genommen werden müssen, um unsere Stärken weiter gemeinsam auszubauen und das Miteinander von Wissenschaft und Wirtschaft zu forcieren.

Der Technologiepark Regensburg zum Aufbau langfristiger Banden zwischen Forschung und innovativem Unternehmertum und die erfolgreiche Etablierung der neuen Fraunhofer Gruppen in Regensburg stehen dabei aus unserer Sicht an oberster Stelle.

Sehr geehrter Herr Prof. Strothotte, ich möchte Ihnen heute nicht nur alles Gute und viel Erfolg für Ihre neue Tätigkeit als Rektor der Universität Regensburg wünschen, sondern Sie herzlich einladen, den eingeschlagenen Weg der engen Zusammenarbeit mit der Regensburger Stadtgesellschaft weiterhin mit uns zu folgen.

Die Stadt Regensburg heißt Sie in Regensburg herzlich willkommen.