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60. Geburtstag von OB Hans Schaidinger

-Es gilt das gesprochene Wort-

Rede von Bürgermeister Gerhard Weber anlässlich des Empfangs zum
60. Geburtstag von Oberbürgermeister Hans Schaidinger am 23. Februar 2009 im Reichssaal des Alten Rathauses


„Ich lade gern mir Gäste ein“, so singt Prinz Orlofsky in der Fledermaus.

Aus Anlass des 60. Geburtstages unseres Oberbürgermeisters habe ich Sie im Namen der Stadt Regensburg für heute eingeladen und heiße Sie alle aufs herzlichste willkommen.

Es freut uns ganz besonders, dass Sie, sehr geehrter Herr Ministerpräsident Horst Seehofer, heute zu uns nach Regensburg gekommen sind. Es ist für uns und den Jubilar eine große Freude und Ehre, Sie zu diesem Anlass im Historischen Reichssaal begrüßen zu dürfen.

Ein herzliches Willkommen sage ich auch Ihnen, sehr geehrter Herr Präsident des Deutschen Städtetags und Münchner Oberbürgermeister Christian Ude. Im deutschen Städtetag ist Hans Schaidinger Mitglied des von Ihnen geführten Präsidiums, im Bayerischen Städtetag sind Sie sein Stellvertreter.

Ich begrüße Sie alle, sehr verehrte Gäste zu dieser Geburtstagsfeier, bei der natürlich unser Jubilar, Oberbürgermeister Hans Schaidinger, im Mittelpunkt steht.

Dir, lieber Hans, Deiner Gattin Edelgard und Deiner Familie gelten daher meine besonders herzlichen Grüße und Wünsche.

Ich freue mich, dass ich nicht nur als Dein Stellvertreter im Amt hier sprechen darf, sondern auch als Dein langjähriger politischer Weggefährte, der Dir seit Jahrzehnten in einer herzlichen Freundschaft verbunden ist.

Viele unserer politischen Freunde, viele geschätzte Kollegen und Mandatsträger aus allen demokratischen Parteien, sind heute zur Gratulation gekommen. Mit vielen stehst Du in engem Kontakt, mit nicht wenigen verbindet Dich langjährige Freundschaft, so z.B. mit Herrn Staatsminister a.D. Erwin Huber.

Mein Willkommensgruß gilt der Bayerischen Justizministerin,
Frau Dr. Beate Merk,
der Staatsministerin für Europa- und Bundesangelegenheiten
Frau Emilia Müller sowie Herrn Markus Sackmann, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit, Sozialordnung, Familie und Frauen.

Ich begrüße sehr herzlich Herrn Albert Deß, Mitglied des Europäischen Parlaments und die Mitglieder des Bundestags, Frau Maria Eichhorn und Herrn Horst Meierhofer.

Ein herzliches Willkommen den Landtagsabgeordneten Frau Maria Scharfenberg, Frau Tanja Schweiger, Herrn Graf Phillip von und zu Lerchenfeld und Herrn Dr. Franz Rieger.

Herzlich willkommen, Frau Regierungspräsidentin Brunner!

Stellvertretend für die anwesenden Landräte begrüße ich Herrn Landrat Herbert Mirbeth, mit dem wir in direkter und guter Nachbarschaft intensiv zusammenarbeiten.

Ich begrüße sehr herzlich die Vertreter der kommunalen Spitzenverbände und freue mich, dass stellvertretend für die Mitglieder des Deutschen und des Bayerischen Städtetags zahlreiche Oberbürgermeister und Bürgermeister aus ganz Deutschland heute zu uns gekommen sind.

Ein freundlicher Willkommensgruß geht an meinen Bürgermeisterkollegen Joachim Wolbergs und die Mitglieder des Regensburger Stadtrates, insbesondere an die Amtsvorgängerin unseres Jubilars, Frau Oberbürger-meisterin a.D. Christa Meier.

Ich begrüße die Repräsentanten der Gerichte, die Vertreter von Behörden und Institutionen sowie der Gewerk-schaften. Mit Ihnen allen steht die Stadt Regensburg in gutem Kontakt.
Mein Gruß gilt auch den Damen und Herren der Medien.

Lieber Hans,
als vor vier Jahren das Konklave in Rom Kardinal Joseph Ratzinger zum Papst gewählt hat, war das für Dich mehr als die Freude vieler über diesen Papst, den wir Regensburger nach wie vor als einen der unsrigen empfinden. Dich hat die Wahl dieses Papstes emotional sehr berührt, nicht nur, weil Du ihn seit langem - seit Deiner Studienzeit - persönlich kennst. Ich glaube sagen zu dürfen: Als Papst Benedikt nach Regensburg kam, war das für Dich der Höhepunkt in Deiner Zeit als Oberbürgermeister.

Du bist der katholischen Kirche im Glauben verbunden. Deine guten Verbindungen zu den evangelischen Christen und das herzliche Verhältnis zur Jüdischen Gemeinde entspringen einer ehrlichen Offenheit und Wertschätzung gegenüber anderen Religionen und Konfessionen.

Dass heute der Hochwürdigste Herr Diözesanbischof, Prof. Dr. Gerhard Ludwig Müller, Herr Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiss, sowie Frau Ilse Danziger und Herrn Martin Kurz vom Vorstand der Regensburger Jüdischen Gemeinde, unter den Gratulanten sind, ist Ausdruck dieser Verbundenheit.
Ein herzliches Grüß Gott!

Ein weiterer Höhepunkt in der bisherigen Amtszeit unseres Oberbürgermeisters war die Aufnahme Regensburg in die Liste der UNESCO-Welterbestätten. Für die ganze Stadt war das die Krönung der jahrzehntelangen Bemühungen um Pflege und Erhalt unseres historischen Erbes. Die konstruktive Zusammenarbeit mit den Gremien der UNESCO beflügelt bis heute unsere Bemühungen im Bewahren zu entwickeln.

Ich freue mich, Herrn Prof. Dr. Michael Petzet als Vorsitzenden von ICOMOS unter den Gratulanten begrüßen zu dürfen.

Lieber Hans,
wir alle wissen, dass Dir daran liegt, zu gestalten und die Initiative in der Hand zu haben. Du richtest den Blick vor allem nach vorne. An einem Tag wie heute ist es aber auch erlaubt, zurück auf die vergangenen 60 Jahre zu schauen.

Wer Dich kennt, kennt auch Deine Zielstrebigkeit. Den Drang, nach oben zu gelangen, hattest Du quasi von Geburt an. Wahrscheinlich liegt das daran, dass in Deinem oberbayerischen Geburtsort Freilassing der Watzmann und der Hochstaufen schon in Dein Kinderzimmer schauten. So wundert es nicht, dass Dich schon früh der unwiderstehliche Drang erfasst hat „do muaß i nauf“.

Dem Ruf der Berge kannst du bis heute nicht widerstehen - im wörtlichen und im übertragenen Sinn.

Du hast aber auch schon früh gelernt, dass der Weg nach oben Kraft und Anstrengung fordert.

Du bist in einfachen, aber glücklichen Verhältnissen aufgewachsen. Jedenfalls war es Dir keineswegs in die Wiege gelegt, einmal Oberbürger-meister von Regensburg zu werden. Doch Du hast den Beweis erbracht, dass bereits damals unsere Gesellschaft dem Tüchtigen die Chance gab, ganz nach oben zu kommen, unabhängig von Stand und Vermögen der Eltern. Heute ist die Vielfalt der Bildungswege noch differenzierter geworden und bietet noch mehr Möglichkeiten.

Das würde sicher auch eine Reihe von Gästen in der heutigen Runde der Gratulanten bestätigen. Ich begrüße die Vertreter von Bildung, Wissenschaft und Forschung, für die Universität Regensburg Herrn Rektor Prof. Dr. Alf Zimmer, und für die Hochschule Regensburg Herrn Präsident Prof. Dr. Josef Eckstein. Herzlich willkommen!

Sehr geehrte Damen und Herren,
wer 1949 geboren ist, kann mit der Bundesrepublik und dem Grundgesetz Geburtstag feiern; und er durfte eine Zeit miterleben, die von Aufbruch geprägt war. Vielleicht, lieber Hans, hat der Geist der Aufbaujahre nach dem Krieg Deinen Elan, Deine Entschlossenheit, Deine positive Grundstimmung mit beeinflusst, die Du Dir bis heute erhalten hast. „Freunde, das Leben ist lebenswert“ - diese Operettenweise könnte von Dir stammen.

Heute ist Rosenmontag und auf vielen Faschingsveranstaltungen wird noch immer ein Schlager gesungen, der gerade in Deinem Geburtsjahr ein echter Hit war: „Wer soll das bezahlen,...“

Als Oberbürgermeister und Vorsitzender des Bayerischen Städtetags beschäftigt Dich genau diese Frage immer wieder. Für Regensburg und die anderen bayerischen Städte hast Du immer wieder erfolgreich um Zuschüsse gekämpft. Oft genug habe ich tiefe Seufzer aus München vernommen: „Der Schaidinger ist uns lieb und teuer!“ heißt es dort.

Seit er vor vier Jahren Vorsitzender des Bayerischen Städtetags geworden ist, verbringt er ja noch mehr Zeit in München. Aber dass er sich dort an den guten alten Faschingsschlager „In München steht ein Hofbräuhaus“, erinnern würde, das habe ich noch nie gehört.

OB Hans Schaidinger denkt bei München weniger ans Hofbräuhaus. Für ihn bedeutet München: Staatsregierung, Ministerien, Städtetag. Er lässt sich nicht im HB ablenken wie der Engel Aloisius, sondern er überbringt seine Ratschläge an die Bayerische Staatsregierung unmittelbar und höchst persönlich. Die langjährigen Mitglieder der Bayerischen Staatsregierung wissen, wovon ich rede.

Vielleicht sollten Sie, sehr geehrter Herr Ude, Ihren Kollegen Schaidinger einmal einladen und ihm zeigen, dass unsere bayerische Landeshauptstadt wesentlich mehr zu bieten hat, als Büros und Konferenzsäle!
Dass Regensburg sich zu einer Stadt entwickelt hat, die unumstritten beste Zukunftschancen hat, ist ganz wesentlich der unermüdlichen Arbeit und der fachlichen Kompetenz ihres Oberbürgermeisters Hans Schaidinger zu verdanken und einem Charakterzug, den man mit „konstruktives Durchsetzungsvermögen“ beschreiben könnte.

Konstruktiv und kooperativ sind Deine Beziehungen zu Wirtschaft und Handwerk. Du giltst nicht zu unrecht als ein „Mann der Wirtschaft“. Ich darf heute stellvertretend für die Regensburger Wirtschaftsunternehmen Herrn Handwerkskammer-Präsidenten Hans Stark und den Geschäftsführer der IHK, Herrn Dr. Jürgen Helmes begrüßen.

Dass wirtschaftliche Zusammenhänge schon immer Dein Interesse geweckt haben, zeigte sich schon, als Du Dich nach Deinem Abitur für das Studium der Volkswirtschaft an der noch jungen Universität in Regensburg entschieden hast.
Wer damals das Studium begonnen hat, gehört zur „Generation der 68er“. Du bist allerdings ein „68er“ mit umgekehrten Vorzeichen.

Du hast Dich mit mutigem politischem Engagement an der Hochschule eingebracht. Wer die damaligen Verhältnisse miterlebt hat, der weiß, warum ich MUTIG sage.

Du sagst heute, die politischen Debatten dieser Zeit hätten Deine konservativ-liberale Grundhaltung geprägt und die Überzeugung, dass man sich für seine politischen Ansichten auch engagieren muss. Von Dir stammt der Satz:
„Demokratie lebt nicht nur von den Beschlüssen und Handlungen ihrer Institutionen. Sie erfordert das Engagement aller.“
Und Du hast Dich engagiert!

In einer Zeit, in der es „in“ war, den Wehrdienst zu verweigern, hast Du ihn abgeleistet. Und, wie könnte es anders sein für einen, der so sehr nach oben strebt, dass ihm die Berge nicht mehr hoch genug sind: Du bist Fallschirmspringer geworden.

Mit so manchem der Divisionskommandeure in Regensburg hast Du den Sprung aus den Wolken gewagt, um punktgenau zu landen.

Deine Bundeswehrzeit hat Dich nachhaltig geprägt. Wenn es - wie so oft - in Deinem Terminkalender zu eng fürs Essen wird und Du sogar Besprechungen genau in die Mittagszeit legst, dann kann man von Dir ein aufmunterndes „Wir ersetzen Mittagessen durch stramme Haltung“ hören.

In der Tat: Als Oberleutnant der Reserve bist Du der Bundeswehr eng verbunden. Bis heute kämpfst Du vehement für den Verbleib der DSO in Regensburg.

Der Kommandeur der Division Spezielle Operationen, Herr Generalmajor Hans-Werner Fritz, ist heute unter den Gästen. Herzlich willkommen! Trotz Wehrdienst, Studium und politischem Engagement blieb dem jungen Hans Schaidinger eine hübsche und gescheite junge Dame namens Edelgard nicht verborgen.

Er schaute in „zwei Märchenaugen“ und schlug vor „Es ist so schön, am Abend bummeln zu geh'n“. Da schlugen schon längst „Zwei Herzen im Dreivierteltakt“ als Hans Schaidinger mit „dunkelroten Rosen“ um Edelgards Hand anhielt.

So fiel in diese Zeit ein anderer großer und mutiger Schritt in Deinem Leben. Bei all den hohen Gipfeln, die Du schon bezwungen hattest, so hoch hinauf wie damals bist Du nie wieder gekommen, hinauf bis zu den Wolken, ja bis zur rosaroten Wolke sieben. Dass Du Deine Edelgard zur Frau genommen hast, das war die beste Entscheidung Deines Lebens. Denn mit ihr hast Du eine treue Weggefährtin gefunden. „Ich würde alles wieder so machen.“ Spätestens jetzt würdest Du das sagen.

An Dich, liebe Edelgard, geht mein herzlicher Dank. Du hast Deinen Mann oft entbehren müssen und warst ihm mit viel Sachverstand und eigenem Engagement stets eine gute Beraterin und Partnerin.

„Machen wir's den Schwalben nach, bau'n wir uns ein Nest.“ So singt Emerich Kalmans „Czárdásfürstin“.
Ihr habt Euch ein Nest gebaut, aus Eurer Zweisamkeit ist längst eine glückliche Familie geworden, Eure beiden Kinder sind lang schon flügge und doch noch immer dem Elternhaus eng verbunden.

Verehrte Gäste,
Wie könnte es anders sein - der passionierte Bergsteiger Schaidinger schlug auch beruflich zielstrebig den Weg nach oben ein: Er wurde Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Statistik, später Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung. Schaidinger war in dieser Zeit unter dem damaligen OB Friedrich Viehbacher, den er bis heute sehr verehrt, federführend bei der Entwicklungsmaßnahme Burgweinting, der größten Siedlungsinitiative der Stadt seit der Römerzeit.
Auch die Ansiedlung von BMW ist bis heute mit dem Namen Schaidinger eng verbunden.

Nicht wenige der heute rund 3000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Regensburg haben ihren heutigen Chef schon damals als Amtsleiter kennengelernt. Sie haben es miterlebt, als er 1990 in die freie Wirtschaft wechselte. Sie wussten wer dahintersteckt, als im Kommunalwahlkampf 1996 Plakate auftauchten mit der spannenden Frage „Wer ist das?„.

Der versierte Bergsteiger Schaidinger wählte damals mutig die Direttissima und schaffte den Aufstieg, mit motivierter Mannschaft im Basislager, aber im Alleingang bei der Erstürmung des Gipfels.

In den nächsten Monaten und Jahren wurde aus dem Bergsteiger der versierte Bergführer Hans Schaidinger, der die Wege genau kennt, die steilen und direkten Routen, die schmalen Pfade und die Abkürzungen.
Schnell hatte er den Ruf des Machers, aber nicht alle hatten seine Kondition. Wir haben gemeinsam immer neue Gipfel erklommen - schneller, höher, weiter ....
, nicht nur Verwaltung und Politik gerieten bisweilen außer Atem, auch die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt konnten manchmal nicht Schritt halten. Dass Regensburg bis heute keine Stadthalle hat, hängt indirekt wohl auch damit zusammen.

„Auf und nieder immer wieder“ singen heute die Karnevalisten. Auch zur Geschichte unseres Kultur- und Kongresszentrums würde dieser Schlager passen.
Oder vielleicht sollten wir es in diesem Fall mit Zarah Leander halten: „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh'n.“

Ein Wunder wäre es auch, wenn du - wenigstens jetzt als 60jähriger! - Dein Tempo drosseln würdest. „In der Ruhe liegt die Kraft“, diesen Ausspruch haben wir schon oft von Dir gehört. Es ist, als ob Du Dir das selber zurufst, denn ich glaube, Du weißt es wohl: Geduld ist nicht gerade Deine größte Stärke.

Deine Stärke liegt im Handeln, in der zielsicheren Entscheidung an den Weggabelungen. Zögern und Zaudern - das passt nicht zu Dir. Dein „Ich will keine Probleme, sondern Lösungen!“ ist allen bestens bekannt. Und weh' dem, der Dir dann sagt, er hätte ja „eigentlich“ einen Vorschlag, und er meine „irgendwie“ geht das schon! Für vage Aussagen warst Du noch nie zu haben.

Klare Worte werden aber nicht immer und von allen richtig verstanden. Nicht selten kosten sie auch Wählerstimmen, so wie auch bei Dir vor einem Jahr.

So musstest Du Dich mit einer Koalition anfreunden. Ob Du das Lied vom „knallroten Gummiboot“ magst oder nicht, das weiß ich nicht. Aber seit Du als schwarzer OB das Boot gemeinsam mit den Roten steuerst, scheint es, als höre man aus Deinem Büro ab und zu Zarah Leander singen „Davon geht die Welt nicht unter“.

Lieber Hans,
mit 60 Jahren denken viele an Rente und Ruhestand, schalten einen Gang zurück und geben sich mit dem zufrieden, was sie erreicht haben.

Du nicht! Du hast noch viele Ziele vor Augen. Was Dich antreibt, ist eine gesunde Portion Ehrgeiz, vor allem aber Idealismus und unbändige Liebe zu dieser Stadt.

In den fast 13 Jahren, die Du an der Spitze Regensburgs stehst, hat die Stadt einen gewaltigen Sprung nach vorne getan. Du hast immer regional vernetzt gedacht und frühzeitig die Weichen Richtung Zukunft gestellt. Das bestreiten nicht einmal Deine politischen Gegner.

Wie Du es bei einem übervollen Terminkalender doch noch schaffst, fast immer pünktlich zu sein, ringt Deinen Mitarbeitern hohen Respekt ab.

Du schaffst es, vormittags zur Kanzlerin nach Berlin zu fliegen, am Nachmittag als Städtetagsvorsitzender in München um Zuschüsse für Kinderkrippen zu kämpfen, danach in Regensburg ausländische Firmenbosse vom Vorteil einer Betriebsansiedlung zu überzeugen und abends mit Deiner Edelgard noch rechtzeitig, ehe der Vorhang sich hebt, in der Theaterpremiere zu sitzen.

Wie sehr Du Dich für Kunst und Kultur begeisterst, wissen alle, die das Geschehen in Regensburg bewusst verfolgen. Das Theater ist Dir ein Herzensanliegen. Daher gratuliert „unser“ Theater heute mit einem beschwingten Melodienreigen. Herzlichen Dank dafür Ihnen, Herr Intendant Weil, und allen Mitgliedern des Ensembles.

„Das Leben ist schön!“ - wie oft schon haben wir das von Dir gehört. Und wenn Du vom Urlaub im Süden zurück kommst in die nördlichste Stadt Italiens, dann heißt es:
„La vita è bella!“

Deine private Seite, den Menschen Hans Schaidinger, kennen nur wenige.
Du hast Dein Privatleben abgeschirmt, hast eine klare Grenze gezogen zwischen dem „öffentlichen“ und dem privaten Schaidinger.

Wenn andere von Urlaubsreisen oder Hobbys erzählen - dann hältst du Dich zurück. Und wenn Du mal im Internet unter „Der OB persönlich“ schreibst, ganz ehrlich, lieber Hans, so wirklich persönlich ist das nie!

Aber genau das macht die Sache interessant: Wer ist das - Schaidinger der Privatmann? Wie ist er?- Schaidinger der Flieger und Fallschirmspringer, der Supersportler auf dem Rennrad beim Arber-Radmarathon, der Wassersportler, der sich beim Weihnachtsschwimmen in die eisigen Fluten der Donau stürzt, der auf der Skipiste so chic aussieht wie im Neoprenanzug!?

Aber seit einiger Zeit - sollte das womöglich doch mit der Vollendung des sechsten Lebensjahrzehnts zu tun haben? - höre ich seltener von solchen Sportabenteuern. Sollte ein anderes Hobby, das Kochen ausgeklügelter Menükompositionen, vielleicht jetzt das anstrengende Sporteln verdrängt haben?

Was geblieben ist - auch hier wieder der Drang nach oben - das sind Urlaubsreisen mit dem Flugzeug. Mit Deiner Frau Edelgard schaust Du Dir noch immer gerne die Welt von oben an - oder auch mal fern der Berge auf Höhe Normal-Null. Denn ab und zu genießt Du unter vollen Segeln das Mittelmeer. „La vita è bella!“

Lieber Hans,
Du kannst heute mit Zufriedenheit und Stolz auf 60 Lebensjahre mit vielen Erfolgen zurückblicken. Wer Dich wirklich kennt, der weiß, dass es Dir nie vordergründig um Erfolg ging. Dir geht es vor allem darum, unsere Stadt Regensburg fit für die Zukunft zu machen.

Für alles, was Du für unsere Stadt erreicht hast, danke ich Dir im Namen der Stadt Regensburg, ihrer Bürgerinnen und Bürger und des gesamtes Stadtrates ganz herzlich.
Wir alle wünschen Dir auch für die Zukunft die notwendige Kraft, neue Ziele zu erreichen und Dein erfolgreiches Schaffen für unser Regensburg und seine Bürgerinnen und Bürger fortzusetzen.

Was Du dazu brauchst, ist vor allem Gottes Segen. Unser Geschenk für Dich hat daher einen hohen Symbolgehalt.

Dieses Kreuz zeigt neben Christus auch Johannes und Maria zeigt, darunter Kaiser Heinrich und Kaiserin Kunigunde, die als Erbauer der romanischen Alten Kapelle in Regensburg gelten.

Geschaffen wurde dieses Werk von Joseph Michael Neustifter, einem Künstler, von dem ich weiß, dass Du ihn sehr schätzt.

Auch Dir, liebe Edelgard, gilt unser Dank. Du hast Deinem Mann nicht nur den Rücken frei gehalten, Du hast ihn auf allen Wegen treu begleitet, bist ihm mit Rat und Tat beigestanden, hast für ihn ein Umfeld geschaffen, in dem er immer wieder neue Kraft schöpfen konnte. Danke!

Ich wünsche Euch beiden Gesundheit und Glück, und immer wieder neue Lebensfreude, denn

„La vita è bella!“