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60. Geburtstag Bürgermeister Gerhard Weber

 

-Es gilt das gesprochene Wort-

Rede von Oberbürgermeister Hans Schaidinger anlässlich des Empfangs zum 60. Geburtstag von Bürgermeister Gerhard Weber am 21. Januar 2008 im Kurfürstenzimmer des Alten Rathauses


Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Herr Bürgermeister Weber,
lieber Gerhard,

es gibt Ereignisse im Leben, die passieren einfach, ohne dass man sie selbst terminieren, geschweige denn, planen oder etwas dagegen unternehmen kann. Ein solches Ereignis ist die eigene Geburt.

  • Einerseits ist sie eines der wenigen Dinge im Leben, an denen man absolut unschuldig ist.
  • Andererseits - ob man will oder nicht, das gesamte Leben lang hängt man an diesem Datum fest, es bestimmt sogar das ganze Dasein.

Jedenfalls laut Horoskop.

Und nach dem, lieber Gerhard, Dein Geburtstag ist der 20. Januar, bist Du ja gerade noch, quasi auf den letzten Tag, ein Steinbock. Dem Steinbock sagt man nach, dass er mit Ausdauer und Ehrgeiz, Fleiß und Beharrlichkeit, eine solide Karriere anstrebt.

„Courage ist gut, Ausdauer ist besser“, der Meinung war schon Theodor Fontane. Aber –
„Beharrlichkeit wird zuweilen mit Eigensinn verwechselt“, hält August von  Kotzebue dagegen, während der Schöngeist Charles Kettering umgekehrt sogar die Ansicht vertrat „Glück ist meistens nur ein Sammelbegriff für Tüchtigkeit, Klugheit, Fleiß und Beharrlichkeit“.

Offenbar hatte er ein Herz für Steinböcke, denn deren Stärken sind  – natürlich immer laut Horoskop – Besonnenheit und Konsequenz, Zähigkeit und Geduld.
Dabei lässt der Steinbock sich von Widerständen nicht beirren, ist trotzdem aber auch kein Ellbogen-Typ, sondern verlässt sich einfach auf das eigene Tun und Können.

Saturn ist sein Planet und der lässt  Entschlüsse langsam, dafür aber gründlich reifen. Deshalb scheut sich der Steinbock auch nicht, politische und soziale Verantwortung zu übernehmen, im Gegenteil. Er liebt  Aufgaben, Pflichterfüllung und verantwortungsvolle Positionen. 

Lieber Gerhard, betrachtet man unter diesen Aspekten Deinen bisherigen Lebensweg, ist dieser geradezu ein Spiegelbild der Typologie Deines Sternzeichens.

So bist du nicht nur gebürtiger, sondern auch begeisterter Regensburger,
hast nach dem Besuch der St. Wolfgang-Schule und des Albrecht-Altdorfer-Gymnasiums konsequent die Ausbildung für den gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst absolviert und das Studium als Diplom Verwaltungswirt (FH) abgeschlossen. Nach einigen Jahren am Bayerischen Verwaltungsgericht Regensburg, hast Du dann von 1974 bis 1996 als Verwaltungsleiter beim Markt Regenstauf gearbeitet und neben Deiner beruflichen Tätigkeit – und hier wird eindeutig die zielstrebige Beharrlichkeit des Steinbocks sichtbar – ein Studium an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Ostbayern absolviert und das Verwaltungsdiplom VWA erworben.

Und wie die Typologie der Sternzeichen es dem Steinbock vorhersagt, hast Du Dich auch nicht vor der politischen Verantwortung gedrückt. Basis war die Junge Union Regensburg, deren  Kreisvorsitzender Du vier Jahre lang gewesen bist.

Wie konsequent der Steinbock sein kann, wird 1970 deutlich:
Da hast Du sehr persönlich auf die Bildung der sozialliberalen Koalition in Bonn reagiert und bist in die Christlich-Soziale Union eingetreten, in der Du bis heute zahlreiche Funktionen ausfüllst.

1978 wurdest Du erstmals in den Stadtrat gewählt, 1984, 1990, 1996 und 2002 wiedergewählt. In der Wahlperiode 1990/1996 bist Du Vorsitzender der CSU-Stadtratsfraktion gewesen.

Dass Karriere und der berufliche Aufstieg ein zentrales Lebensthema für den Steinbock sind, spiegelt sich am 9. Mai 1996 wider: Der Stadtrat wählte Dich zum zweiten Bürgermeister der Stadt Regensburg. Am 2. Mai 2002 wurdest Du mit großer Mehrheit in dieses Amt wiedergewählt.

Lieber Gerhard, da die Sterne nicht lügen, verraten sie uns über den Steinbock, dass er mit wachen Augen und gespitzten Ohren alles wahrnehmen und sein fundiertes Wissen, welches er kontinuierlich zu erwerben weiß, dann auch praktisch, durchdacht und nutzbringend umzusetzen vermag.
Deswegen ist es natürlich nicht verwunderlich, dass maßgebliche Aufgaben und Ämter Deinen Weg säumen.
Bis heute obliegt Dir neben der allgemeinen Stellvertretung des Oberbürgermeisters das Referat für Schulen, Sport und Jugend. Du führst den Vorsitz im Schulausschuss, im Sportausschuss, im Jugendhilfeausschuss, im Verwaltungs- und Finanzausschuss sowie im Bau- und Vergabeausschuss.

Darüber hinaus gehörst Du mit zum Verwaltungsrat der Sparkasse Regensburg und bist in den Aufsichtsräten der REWAG sowie der Stadtwerke vertreten. Auch in mehreren überregionalen Gremien vertrittst Du die Stadt Regensburg. Und fleißig wie der Steinbock nun einmal ist, bist Du auch Mitglied in vielen Vereinen.

Im Übrigen, liebe Brigitte, gilt der Steinbockmann – natürlich ebenfalls wieder laut Horoskop – als der ideale Partner für die Dame, die sich einen starken und verlässlichen Mann an ihrer Seite wünscht, denn der Steinbock steht zu seiner Eva, er liebt und respektiert sie.
Doch allen Vorzügen zum Trotz,  dieses Sternzeichen endet eben auch exakt am 20. Januar. Deshalb, lieber Gerhard, unterstelle ich Dir mal einfach so, dass Du Dich nolens volens  in Deiner Typologhie  mindestens mit einer Fußspitze auch schon im Zeichen des Wassermanns befindest.

Für den wiederum steht nämlich der Uranus und das ist der Planet der Reformer, die eine höchst moderne und fortschrittliche Gesinnung an den Tag legen. Außerdem wird den „Uraniern“ nachgesagt, dass sie Unabhängigkeit und Humanität schätzen und wahre Menschenfreunde sind.

Dass dann allerdings auch noch manche Eigenschaften folgen, die dem Steinbock eher fremd sind, will ich nicht ganz verschweigen. Die Wassermänner sind nämlich eher an ideell-universellen Weisheiten als an realen Zielen interessiert... und das trifft ja nun keineswegs auf Dich zu.

Tatsache ist: Lieber Gerhard, auf allen Ebenen als Politiker wie als Mensch hast Du immer mehr als das Notwendige geleistet, um gute und reale Ziele zu erreichen und das mit hoher Kompetenz, mit Anstand, Fairness und dem Dir eigenen Sinn für Pflichterfüllung.

Du hast Dich nie gescheut, Verantwortung zu übernehmen, besonders dann nicht, wenn es das Wohl der Allgemeinheit, insbesondere das Deiner Mitbürgerinnen und Mitbürger betrifft.

Altbundeskanzler Helmut Schmidt wurde an seinem 60. Geburtstag mit den Worten gelobt:
"Du schuldest uns nichts, aber wir schulden Dir Dank."

Das trifft ebenso für uns zu:
Auch wir schulden Dir Lob und Anerkennung, vor allem aber Dank.

Eine Portion dieses Dankes geht aber auch an Deine Frau. Schließlich muss sie Dich nicht nur ständig mit irgendwelchen Deiner Verpflichtungen teilen, sondern auch darauf achten, dass die ohnehin knapp bemessene Freizeit in Eurem Leben den ihr gebührenden Stellenwert behält.
Liebe Brigitte, ohne Frauen wie Dich, gäbe es auch keine solche Männer.

Lieber Gerhard, wer seinen 60. Geburtstag feiert und wie Du, weit oben auf der Karriereleiter angekommen ist, kann gelassen in die Zukunft blicken:
 
Einerseits bist Du noch immer aktiv genug, um Dir höchst persönliche Ziele zu stecken. Andererseits bedarf es keiner Klimmzüge mehr, diese auch zu erreichen, denn Du kennst inzwischen viele Wege, die zum Ziel führen, aber auch manche Abkürzungen. Auch die sind Ziel führend und nicht immer ganz so anstrengend.

"Je älter man wird, desto mehr ähnelt die Geburtstagstorte einem Fackelzug" - dieser Ausspruch stammt nicht von mir, sondern von der Schauspielerin Katharine Hepburn, die bekanntlich dem älter werden nie sehr viel abgewinnen konnte.
Wer tut das schon?
Ich hatte ohnehin schon immer den Verdacht, dass das Ausblasen der Kerzen auf der Geburtstagstorte ein getarnter Leistungstest für die Lebensversicherung ist.

In diesem Sinne:
Herzlichen Glückwunsch zum 60. Geburtstag und für die weitere Zukunft
im Namen der Stadt Regensburg und im Namen aller Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt!