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25-jähriges Jubiläum Johanniter-Unfallhilfe e.V.

 -Es gilt das gesprochene Wort-

Grußwort von Bürgermeister Joachim Wolbergs anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Regionalverbandes Oberpfalz der Johanniter-Unfallhilfe e.V. am 26. Juli 2008 im Runtingersaal


Anrede

25 Jahre Regionalverband Oberpfalz der Johanniter-Unfallhilfe, das heißt ein Viertel Jahrhundert Dienst am Nächsten.

Es sind unzählige Stunden, die die haupt- und die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seither investiert haben, um Unfallopfern, alten und gebrechlichen Menschen, aber auch Familien zu helfen, ihnen das Leben zu erleichtern und sie dort zu unterstützen, wo sie sich selbst nicht mehr weiterhelfen können.

Und es sind vielfältige und anspruchsvolle Aufgaben, die Sie im Lauf der Jahre übernommen haben. Sie reichen von der raschen und kompetenten Hilfe bei Verkehrsunfällen, die der eigentliche Anlass für die Gründung der Johanniter-Unfallhilfe im Jahr 1952 war, über die Versorgung und Verpflegung von alten und dementen Menschen bis zur Kinderbetreuung. Diese Aufgaben, die Sie immer wieder vor ganz unterschiedliche Herausforderungen stellen, haben nur eines gemeinsam: Die Unterstützung von Menschen, die Hilfe benötigen.

Auch wenn die Johanniter-Unfallhilfe heute ein modernes Dienstleistungsunternehmen ist, das effizient arbeitet, der Grundgedanke der christlichen, der evangelischen Nächstenliebe ist dabei nie in Vergessenheit geraten.

Von diesem Gedanken werden auch die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getragen, die sich im Verein engagieren. Menschen, die die Zeit, die sie investieren, nicht in Geld umrechnen, die uneigennützig anderen beistehen, die ihrer Hilfe bedürfen.

Mit diesem Engagement und dieser Einsatzbereitschaft beweisen Sie täglich, dass auch in unserer heutigen sogenannten Ellenbogen-Gesellschaft Selbstlosigkeit und Nächstenliebe keine Fremdworte sind.

Sie sind zur Stelle, wenn sich ein Verkehrsunfall ereignet, wenn Menschen schwer krank sind, wenn sie sich nicht mehr allein versorgen können, wenn sie verzweifelt sind und nicht mehr weiter wissen. Sie verfügen dann über das Wissen, die Kenntnisse und die Fähigkeiten, effektiv Hilfe zu leisten. Aber das ist es nicht allein!

Denn über die fachgerechte Hilfe hinaus, werden noch ganz andere Anforderungen an Sie gestellt. Wenn jede Hilfe vergebens bleibt und ein geliebter Mensch stirbt, sei es durch Unfall oder durch Krankheit, dann spenden Sie Trost. Wenn Menschen einsam oder verzweifelt sind, dann sind Sie zur Stelle und vermitteln Hoffnung und neue Perspektiven.

Durch eine effektive Jugendarbeit tragen Sie aber auch dazu bei, dass Kinder und Jugendliche schon früh erfahren, wie wichtig der Dienst am Nächsten ist. Sie erleben dadurch aber auch, dass freiwilliges und gemeinschaftliches Engagement für andere zufriedener und glücklicher machen kann als jede Nacht in einer anderen Disco abzuhängen oder sich mit Alkohol zuzudröhnen.

Mit Ihrer Arbeit haben Sie seit 25 Jahren ein tragfähiges Fundament für eine Gesellschaft gelegt, die lebens- und liebenswert ist. Eine Gesellschaft, die in sich stabil ist und eine vitale Basis für ein Miteinander aller Generationen bietet. Ohne Menschen wie Sie alle wäre unser Gemeinwesen nicht überlebensfähig!

„Elend wäre die Welt, wenn du den Elenden nicht zu Hilfe kämest.“
Als der italienische Schriftsteller Torquato Accetto im 16. Jahrhundert diese Worte formulierte, sah unsere Welt noch ganz anders aus. Vieles was heute technisch möglich und für uns selbstverständlich ist, wäre damals im besten Falle für ein Wunder, aber doch eher für bloßes Teufelswerk gehalten worden.

Daran aber, dass unsere Welt um einiges ärmer wäre, wenn es keine Menschen gäbe, die sich um andere sorgen, hat sich bis heute nichts geändert. Und ich bin überzeugt, das wird auch in Zukunft so bleiben!

Deshalb danke ich Ihnen allen von Herzen für Ihr Engagement und für Ihren Einsatz! Es ist ein sehr beruhigendes Gefühl, wenn man weiß, dass Menschen wie Sie dann zur Stelle sind, wenn man selbst nicht mehr in der Lage ist, sich zu helfen. Es ist ein gutes Gefühl, dass es die Johanniter-Unfallhilfe auch in unserer Region gibt! Ich wünsche Ihnen und uns allen, dass wir auch das 50-jährige Jubiläum, das 100-jährige und auch darüber hinaus noch viele Geburtstage der Johanniter-Unfallhilfe feiern können.