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Blumenschmuck- und Kleingartenwettbewerb

 -Es gilt das gesprochene Wort-

Rede von Herrn Oberbürgermeister Schaidinger anlässlich der Preisverleihung des Blumenschmuck- und Kleingartenwettbewerbs der Stadt Regensburg am Montag, 15.10.2007

Aufruf zur Teilnahme an der Entente Florale 2008

 

Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Freunde und Förderer des Grüns unserer Stadt,

ich möchte Sie alle hier im Reichssaal des Alten Rathauses herzlich willkommen heißen.

Mein besonderer Gruß gilt:
den Vorsitzenden der Kleingartenvereine mit dem Stadtverbandsvorsitzenden Herrn Peter Sperlich an der Spitze den OGV-Vorsitzenden mit ihrem Stadtverbandsvorsitzenden, Herrn Dr. Hans-Joachim Hoffmann
den Gärtnern und Floristen unserer Stadt. Sie haben auch in diesem Jahr mit der Auslage der Anmeldebögen die Aktion unterstützt. Ein großes Dankeschön hierfür.
den Vertretern der Regierung der Oberpfalz
den Vertretern des Landratsamtes
den Kolleginnen und Kollegen des Stadtrates
Presse, Medien

Ein herzlicher Gruß gilt unseren Akteuren.
Ganz bewusst werden wir ihnen schon vor der heutigen Preisverleihung viel Zeit einräumen, denn die „Blaue Stunde“ haben wir gleichzeitig als Anerkennung und Preis für das Engagement der Hobby- und Kleingärtner für ein auch optisch „Blühendes Regensburg“ gedacht.
Eva Sixt - als vielfach talentierte Künstlerin genießt sie beachtliches Renommee und erfreute sich großer Nachfrage weit über die Grenzen Bayerns hinaus. Virtuos, frech und mit einem Augenzwinkern wird sie uns zusammen mit Ulli Forster und seiner Combo bei Liedern, Songs und Chansons erfrischenden Wind in unseren altehrwürdigen Reichssaal bringen. Vielen Dank, dass Sie diesen Abend musikalisch bereichern werden.

Liebe Bürgerinnen und Bürger – bei Umfragen wird immer wieder der Wunsch geäußert, den kommunalen Raum mit noch mehr Grün und Blumen lebendig zu gestalten.

Deshalb hat der Ausschuss für Stadtplanung, Verkehr, Umwelt- und Wohnungsfragen am 15.05.2007 einstimmig beschlossen, dass sich die Stadt Regensburg für die Teilnahme am Bundeswettbewerb „Unsere Stadt blüht auf“ – Entente Florale - im nächsten Jahr bewirbt. Die Entente Florale ist ein europaweiter Wettbewerb, der die Bürger dazu anhalten will, die Wohn- und Lebensqualität durch Pflanzen und Blumen zu erhöhen. Unsere Stadt stellt sich damit der Herausforderung, in einer Gemeinschaftsaktion der Verwaltung, der Politik, der Wirtschaft sowie der Bürgerinnen und Bürger, den kommunalen Raum mit Grün und Blumen lebendig und lebenswert zu gestalten.
Die Ziele des Bundeswettbewerbes sind:

  • Gestaltung und Erhalt l(i)ebenswerter Städte und Gemeinden für die Einwohner
  • Förderung einer nachhaltigen Grün- und Freiraumentwicklung im Sinne der Lokalen Agenda 21
  • Umwelt- und Naturschutz im besiedelten Raum
  • Förderung von Handel und Gewerbe durch die Schaffung von vielfältigen, lebendigen Innenstädten
  • Steigerung der Attraktivität der Stadt für Touristen
  • Förderung des Engagements der Bürger und Bürgergruppen

Die Weltkulturerbe-Stadt Regensburg mit ihren vielfältigen Parkanlagen und den vielen bestehenden Initiativen bietet die Basis für die Beteiligung am Wettbewerb, mit dessen Ergebnis eine weitere Wertsteigerung für die Stadt Regensburg einhergeht, und auch die Attraktivität für Touristen weiter steigt.

Eine Stadt mit Pflanzen, da sind wir uns alle einig, wirkt eben einladender.
Die alleinigen Aktivitäten und Anstrengungen, vor allem aber Möglichkeiten einer Stadtverwaltung, reichen dazu nicht aus.

Erlauben Sie, dass ich Herrn Kränzle begrüße, ein langjähriges Mitglied der Jury der Entente Florale, der uns bei unseren Aktivitäten in seinem beruflichen Ruhestand beratend zur Seite steht.

Und damit darf ich den Bogen spannen zu den in diesem Jahr durchgeführten Wettbewerben für Blumenschmuck und Kleingartenwesen.

Für die bisherige Unterstützung, durch die Regensburger Bürgerschaft, die Geschäftsleute, Betriebe und Institutionen, welche sich an der Verschönerung unserer Stadt beteiligen, möchte ich mich an dieser Stelle sehr herzlich bedanken.

Dabei, meine Damen und Herren, liegt die Bedeutung Ihrer Beiträge sowohl bei der Quantität wie auch bei der Qualität. Dennoch wäre es zum Beispiel schade, wenn denkmalgeschützte oder interessante Hausfassaden hinter meterlangen Blütenkaskaden verschwänden.
Ziel dieses kombinierten Wettbewerbes war es deshalb auch, den Bürgerinnen und Bürgern durch gute Beispiele und Anregungen Mut zu machen, sie anzuspornen, alle Möglichkeiten zu nutzen, um unsere großartige Stadt zu einer blühenden Stadt aufzuwerten.
Denn durch Blumenschmuck wird unsere Weltkulturerbe-Stadt für die Besucher zweifellos noch interessanter und führt damit zu einer Belebung der Geschäftstätigkeit, nicht zuletzt auch im Altstadtbereich.

Wer sich unsicher ist, welche Pflanzen er verwenden soll oder welche Kombinationen gut glücken, kann bei den Regensburger Gartenbaubetrieben und auch unserem Gartenamt fachlichen Rat holen. Auch das umfangreiche Kursprogramm des Gartenamtes kann ich hier sehr empfehlen. Eine Vielzahl an Literatur gibt darüber hinaus Hobbygärtnern Antworten auf fast alle Fragen.

Das Wetter war in diesem Jahr nicht gerade dienlich für Blumen. Eine Herausforderung also für alle Gartenliebhaber. Das hohe Niveau der Wettbewerbsbeiträge zeigt aber, dass sich der oft notwendige, verstärkte Pflegeeinsatz gelohnt hat. Hierzu mein großes Kompliment.

Dem Aufruf zur Teilnahme an den Wettbewerben folgten wieder viele Bürgerinnen und Bürger und ließen unsere Stadt an zahlreichen Stellen erblühen. Die Jury konnte nahezu 250 Objekte beurteilen. Den sechs Mitgliedern der Jury gilt an dieser Stelle mein besonderer Dank.

Beurteilt haben diesmal:

die Fachlehrerin für Gestaltung und Floristik am Berufsbildungszentrum, Frau Klara Schober Frau Ingrid Bäuerlein, Gartenexpertin in der gleichnamigen Staudengärtnerei in Peising, bei Bad Abbach.
Herr Franz Kindermann, erfahrenes Jurymitglied auf Bezirksebene. Er hat sich unter anderem der Jugendarbeit auf dem Gebiet des Gartenbaues, sowie der Landespflege verschrieben und nennt einen, auch auf Landkreisebene mehrfach ausgezeichneten Garten sein Eigen
Herr Hans-Dieter Weikl, Fachberater in der Kleingartenanlage Iselrinne
der 1. Vorsitzende des Stadtverbandes der Kleingärtner und oberster Bienenhüter des Landkreises, Herr Peter Sperlich
Gerd-Dieter Vangerow, Gartenfachberater und Mitarbeiter im Stadtgartenamt, der gleichzeitig mit der gesamten Koordination der Wettbewerbe betraut war.

An drei Tagen waren sie unterwegs, um die Beiträge der Blumenliebhaber und Kleingärtner mit kritischem Sachverstand zu beurteilen.

Die Jury machte es sich bei ihrer Entscheidung nicht leicht, Wertigkeiten festzulegen oder Unterschiede zu beurteilen. Wichtig war vor allem der Gesamteindruck. Bei manchen Objekten reicht oft schon eine zurückhaltende Bepflanzung aus, welche die Schönheit des Gebäudes vielleicht nur dezent unterstreicht.
Andere Häuser vertragen wieder mehr Blumenschmuck. Hier ist neben dem richtigen Material, Fingerspitzengefühl gefordert.

Jeder einzelne der Teilnehmer, der seinen Blumenschmuck liebe- und geschmackvoll zusammengestellt hat, ist ein Gewinner. Eigentlich hätte jeder, der zur Verschönerung unserer Stadt beiträgt, einen Preis verdient. Dennoch blieb es der Jury nicht erspart, einzelne Leistungen besonders hervorzuheben, die heute zusätzlich mit Urkunden und Preisen bedacht werden. Der Regensburger Stadtwein, welcher sonst nur bei Empfängen oder als Besonderheit zum 90. Geburtstag den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt überreicht wird, soll unsere besondere Anerkennung für die heute Geehrten sein. Fast 90 Auszeichnungen, die wir heute für die Wettbewerbe vergeben können, sprechen für sich.

Beim Blumenschmuckwettbewerb dürfen sich in den Kategorien „Fenster“, „Balkon“, „Hausfassade“ und „Vorgarten“ jeweils zehn Bewerber über einen Preis freuen.

Auch zwei Sonderpreise möchten wir in diesem Jahr vergeben:
Auf dem ehemaligen Gelände der Teppichfabrik entsteht unter der Regie des Bauteams Tretzel seit 2 Jahren die sogenannte Wohnoase am Hochweg.
Auf einer 43.000 m² großen Fläche sind 30 Einzelgebäude mit rund 650 Wohnungen platziert. Das ganze Ensemble wird durchzogen von Teichen, Bächen, Spazierwegen, Brücken und großzügigen Grünanlagen.
Ganz bewusst wollen wir diese gelungene Wohnanlage im Stadtwesten hervorheben.
Es freut uns, dass wir Herrn Tretzel begrüßen dürfen.

Als zweites und nicht geringeres Highlight, möchte ich die seit Jahren beispielhafte Anlage und vorbildliche Pflege des Regensburger Gewerbeparks herausstellen.
Mit dem Prädikat „Park“ schmücken sich heute ja gerne die verschiedensten Bauträger. Im Falle des Gewerbeparks ist die Bezeichnung aber sicher nicht übertrieben. Eingebunden in eine großzügige Grünanlage macht das Arbeiten und Einkaufen doppelt Spaß.
Mein besonderer Gruß gilt daher Herrn Dr. Vielberth, der es sich trotz seines umfangreichen Terminkalenders nicht nehmen ließ, an der heutigen Feier teilzunehmen.

Einen großen Stellenwert nehmen natürlich auch unsere 23 städtischen Kleingartenanlagen in Regensburg ein. Mit über 1.700 Einzelgärten beeinflussen die Kleingärtner auf mehr als 61.000 m² Grünfläche durch abwechslungsreiche Gestaltung ihrer Gärten das Stadtklima und die Stadtökologie.

Sehr erfreulich ist, dass sich alle Kleingartenanlagen an diesem Wettbewerb beteiligt haben.

Wenn wir heute 45 Kleingärtnerinnen und Kleingärtner mit einer Urkunde und einem Sachpreis ehren, dann bin auch ich sehr stolz auf dieses Ergebnis.

Das Schwerpunktthema der Bewertung, beim Kleingartenwettbewerb lag diesmal beim so genannten „Allroundgarten“. Gärten mit vielfältiger Bepflanzung und unterschiedlicher Nutzung konnten brillieren. Sie bieten den größten Erlebnisreichtum und entsprechen auch am meisten den Zielsetzungen des Kleingartengedankens. Wer also nur Wert auf eine schöne Laube und gepflegten englischen Rasen legte, hatte schlechte Karten.

Beim Regensburger Blumenschmuck- und Kleingartenwettbewerb konnten alle nur gewinnen. Alle Blumenfreunde, die mitmachten und sich an der Pflanzung und Pflege, am Wachsen und Gedeihen der Sommerblumen freuen - aber auch alle Besucher, Passanten und Geschäftsleute in der Stadt, profitieren von der wohltuenden Farbe im Stadtbild, der positiven Stimmung, die Pflanzen schaffen.
Und nicht zuletzt wächst auch das Image unserer Stadt, durch hochwertigen, ansprechenden Blumenschmuck.

Die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt möchte ich bitten, weiterhin alle Möglichkeiten zu nutzen und mitzuhelfen, unsere Stadt einladend zu gestalten, zur eigenen Freude und - damit auch den vielen Besuchern Regensburg in bester Erinnerung bleibt.

Wer heute keine Urkunde mit nach Hause nehmen kann, den darf ich trösten. Sie alle kommen heute, in unserem blumengeschmückten Reichssaal, in den Genuss eines musikalischen Feuerwerks und am Ende der Preisverleihung wird jeder Teilnehmerin und jedem Teilnehmer am Ausgang ein kleiner Blumengruß überreicht.

Natürlich gibt es beim nächsten Blumen- und Kleingartenwettbewerb, den wir diesmal aus Anlass der „Entente Florale“ bereits 2008 anbieten, eine neue Chance. Ein starker Auftritt wird die hervorragende Lebensqualität unserer Stadt noch erhöhen und den Bekanntheitsgrad europaweit fördern.
Und deshalb noch einmal mein Appell an Sie:

Machen Sie bitte alle mit.
Wir freuen uns über Ihre Vorschläge vor allem aber über Ihre aktive Mitarbeit bei dem anspruchsvollen Vorhaben unsere wunderbare Stadt noch schöner, noch liebenswerter zu gestalten.